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Pro

Contra

Pro und Contra: Convenience

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass der Einsatz von Convenience ganz einfach Personalkosten und Zeit spart. Wer keinen Koch findet oder nicht bezahlen kann, stellt eine Hilfskraft ein, die Convenience in all ihren unterschiedlichen Fertigungstiefen weiterverarbeitet oder finalisiert. Ein einfaches Gasthaus, in dem heute noch Pommes frites händisch geschnitten, Saucen oder Fonds noch selbst hergestellt werden, kann man vermutlich lange suchen. Knödel können viele Convenienceanbieter heutzutage sehr gut. Den Aufwand dafür kann man in der Gasthausküche für anderes besser einsetzen. Das gilt auch für Desserts: Wenn in vielen Betrieben kaum noch ausgebildete Köche in der Küche stehen, dann erst recht nicht Patissiers. Ganz ehrlich: Besser ein geöffnetes Landgasthaus, das sich mit Convenienceprodukten hilft, als eines, das zusperrt, weil es keinen Koch findet.
Wenn einem Lokalbetreiber oder Koch etwas am Handwerksethos liegt, dann wird er Convenience meiden. Es verlangt ja niemand, dass alles in Handarbeit zu machen ist, aber fertige Gerichte haben in einem gastronomischen Betrieb, der noch etwas auf sich hält, nichts verloren. Convenience erwartet man eher in der Systemgastronomie. Das ist ein essenzielles Unterscheidungsmerkmal zum Mitbewerb und kann die Gästeentscheidung, wo man essen geht, maßgeblich beeinflussen. Es gibt immer mehr kritische Gäste, die zu Recht nachfragen, wo die Zutaten herkommen und wie Speisen zubereitet werden. Sie alle verdienen aufrichtige Antworten, keine Lügengeschichten.

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