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Qualität nicht Quantität

28.09.2010

Brüssel. Dr. Hella Ranner, Tourismussprecherin der ÖVP-Delegation, möchte, dass Europa als Qualitätsreiseziel ausgebaut wird. Dazu gehören für Sie gut geschulte Tourismusmitarbeiter als Visitenkarte und Aushängeschild.

Dr. Helga Ranner: In Europa kann jedes einzelne Land von seinem Nachbarland profitieren

"Das Potential des Europäischen Tourismus liegt in seiner Qualität und nicht in der Quantität", so die Tourismussprecherin der ÖVP-Delegation Dr. Hella Ranner aus Anlass des heutigen Tags des Europäischen Tourismus. Ranner weist als Berichterstatterin des Kulturausschusses zum Kommissionsbericht 'Europa als wichtigstes Reiseziel der Welt' darauf hin, dass eine bessere Zusammenarbeit der einzelnen Tourismusregionen und deren bereits bestehenden Tourismusattraktionen sowie bessere Synergieeffekte zwischen den Tourismusverbänden auf regionaler und staatlicher Ebene zur Haltung hoher Qualitätsstandards unbedingt notwendig sei: "Jedes einzelne Land kann von seinem Nachbarland profitieren. Vor allem dann, wenn endlich eine europaweite Ferienregelung geschaffen wird", so Ranner, die morgen Vormittag den Vorschlag der Kommission präsentieren wird .

 

Kulturelle Vielfalt

Mit dem Vertrag von Lissabon sei der Tourismus europäische Angelegenheit geworden. Fragen wie nachhaltiger Tourismus und soziale Aspekte im Tourismusgewerbe werden nun auch auf europäischer Ebene diskutiert. "Jetzt können wir endlich eine Politik entwickeln, die sich mit inner- und außereuropäischen Touristen gleichermaßen beschäftigt. Europa zieht aufgrund seiner kulturellen Vielfalt noch immer 40 Prozent der internationalen Reisenden an. Auf diesen Lorbeeren dürfen wir uns aber nicht ausruhen, die Konkurrenz schläft nicht", fordert Ranner neue Ideen im europäischen Tourismus. "Weiters unterstütze ich das ''Europäische Kulturgütesiegel' womit noch unbekannte Orte europaweit publik gemacht werden können. Für viele mögliche Tourismuseinnahmen braucht es oft nur eine gute Idee."

 

Motivierte Mitarbeiter

Ranner wies auch nachdrücklich auf die Notwendigkeit gut geschulten und motivierten Personals hin: "Gute Mitarbeiter sind Visitenkarte und Aushängeschild eines jeden Tourismusbetriebes. Deshalb brauchen wir auch hier verstärkte Investitionen. Touristische Ausbildungsinhalte müssen ständig verbessert werden. Nur so schaffen wir eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im Tourismus, die Förderung eines nachhaltigen Qualitätstourismus und die Schaffung einer Marke 'Europa'. Der Tourismus ist letztendlich nicht nur ein Jobmotor, sondern kurbelt auch die Wirtschaft an. Alleine in Österreich sind 200.000 Menschen im Tourismus tätig und erwirtschaften 16,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - diese Zahlen sind erweiterungsfähig", so Ranner abschließend.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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