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Qualitätslabel "Superior" für Hotels in Österreich

13.06.2005

"Die fünf Sterne-Klassen bleiben. Die Einführung des Qualitätslabels ‚Superior’ exklusiv für die Vier-Sterne-Klasse ist fix", fasst Hans Melcher, der scheidende Obmann des Fachverbands Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich, die aktuelle Entwicklung in der heimischen Hotellerie zusammen.

Künftig können Vier-Sterne-Hotels mit dieser Auszeichnung ihr besonders hohes Maß an Dienstleistungen sichtbar machen und sich innerhalb der Vier-Sterne-Klasse abheben. "Superior ist ein Instrument, das die Leistung der einzelnen Beteriebe noch nachvollziehbarer darstellt", ist Melcher überzeugt. Diesen europäischen Weg mitzugehen, sei, so Melcher auch ein erklärter Wunsch der Hoteliers.

"Vier-Stern Superior steht für ein deutliches Mehr an Serviceangebot und Dienstleistung", beschreibt Susanne Kraus-Winkler, Workshop-Leiterin für die Evaluierung der österreichischen Hotelklassifizierung, den Begriff. "Österreich steht für Qualität auf jeder Produktebene, vor allem im Service. Superior ist ein Merkmal, diese Qualität auch dem Gast zu kommunizieren."

Um ab 1. Jänner 2006 "Superior"-Hotel zu werden, muss neben den gästeorientierten Anforderungen der Sterneklassifizierung ein darüber hinausgehendes Service- und Dienstleistungsangebot nachgewiesen werden. Basis dafür ist ein Mystery-Guest-Verfahren, in welchem das Angebot und die Serviceleistungen von Experten überprüft werden.

Im Zuge der Vorarbeit zur Einführung des Marketinglabels
"Superior" in Österreich hat HOTREC, der europäische Hotel- und
Restaurantverband, die Richtlinien in den Länder verglichen. Mittels
Benchmarking wurde die sanfte Annäherung der zu 80 Prozent nationalen
Klassifizierungssysteme initiiert. Tatsache ist, dass einige Länder
innerhalb der EU derartige Zusatzlabels gerade einführen. In
Österreich ist die Zustimmung zu "Superior" auch unter Mitgliedern
der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) groß, wie auch eine
ÖHV-Umfrage belegt, in der 50 Prozent der Mitglieder das Label als
geeignetes Marketinginstrument sehen. Ein weiteres Beispiel dafür
ist, dass bei der Initiative der Hoteliers zur Einführung von
"Superior" von den acht Arlberger Betrieben sieben auch Mitglieder
der ÖHV sind. Zufrieden ist auch Harald Ultsch, Obmann der Fachgruppe
Tirol: "Wir sind sehr froh über die Einführung von ‚Superior’ und
erwarten uns damit eine bessere Darstellung der Leistung der
einzelnen Betriebe in der gehobenen Hotellerie."

Obmann Melcher wundert sich über die immer wieder von der ÖHV, dem
freien Hotelverband, initiierten Diskussionen über die
Klassifizierungsdurchführung und der Forderung nach externen
Prüfungsinstitutionen: "Mir ist es lieber mein Hotel wird von einem
Kollegen mit Expertenwissen evaluiert, als von Technokraten, die
praxisfremd anhand einer Checkliste durch den Betrieb gehen",
entgegnet er der wiederholt eingebrachten Forderung. "Unsere
Kommissionen sind unabhängig und bleiben es auch. Mit dem nun
weiterentwickelten Klassifizierungsverfahren auf Basis der letzten
Evaluierung haben wir den Klassifizierungsprozess und der
Beurteilungsvorgang noch objektiver und transparenter gemacht", führt
Hans Melcher weiter aus. Die laufenden Bemühungen des Fachverbands
Hotellerie haben dazu beigetragen, dass sich immer mehr Länder an dem
österreichischen Modell orientieren. Der Fachverband bleibe seinen
Hoteliers und Gästen treu: "Weiterhin gilt es bei der
Hotel-Klassifizierung, nicht nur mit offenen Augen und Ohren, sondern
allen Sinnen unserer Gäste prüfend durch die Hotels zu gehen",
bestätigt Melcher die Linie des Fachverbands.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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