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Raphael Pliemitscher nimmt Stellung

26.07.2005

Mit der zunehmenden Diskussion zur regionalen Entwicklung möchte ich mich als Vorsitzender der Region Mittelkärnten und als Obmann der Norischen Region zu Wort melden.

Der Regionalverein Norische Region hat sich bei der letzten Vorstandssitzung einstimmig und vollends zum Tibet-Klosterhotelprojekt als Leuchtturmprojekt für die ganze Region positiv ausgesprochen. Wir sehen darin eine große wirtschaftliche Chance für einen Multiplikatoreffekt.

Die geplanten 65 Mio Investitionsvolumen sind etwa das doppelte von dem was in die Landesausstellung investiert wurde, nur mit dem anderen Hintergrund, das wir hier einen privaten Investor und Betreiber haben werden, der sicherstellt, das nachhaltige Entwicklung passiert. Ob der Betrag auf einmal oder in Projektsabschnitten investiert wird, ist nicht entscheidend. Noch ist der Spatenstich nicht erfolgt, noch mögen es manche nicht glauben. Es ist aber auch an uns nicht passiv abzuwarten, sondern sich aktiv in diesen Prozess der touristischen Entwicklung einzubringen und dadurch das Projekt mitzuermöglichen.

Durch den Dalai Lama wird die Region auf einmal schlagartig in ein internationales Licht gerückt. Wir sollten das Tibetprojekt ähnlich bewerten wie etwa Olypmische Spiele, eine große Chance für unsere Zukunft. Die möglichen internationalen Investoren werden auch die lokale Begeisterung in deren Überlegungen miteinbringen, deswegen beginnt heute der Tag für ein besseres Morgen.

Wichtig, ist dass der ganze Bezirk erkennt, das Kulturtourismus die große Entwicklungschance ist und alle seine spirituellen und mystischen Angebote bündelt und gemeinsam mit dem Tibetprojekt vermarktet. Innerhalb des Tibetprojekts sollen alle kulturtouristischen Projekte des Bezirkes gebündelt und einem Angebot geformt werden.

Ich werde mich persönlich dafür einsetzen, das wir alsbald einen Masterplan entwickeln, der sicherstellt, dass alle notwendigen Begleitmaßnahmen durchgeführt werden. Bis Anfang Oktober soll auch eine Projektsgruppe stehen, die sich aktiv in diesen Prozess einbringt.

So soll und muß es Förderungsprogramm für das Erreichen von den zusätzlichen 1000 Betten geben, die gut funktionierenden 30 % sollen wir für investierende Tourismusbetriebe wieder eingeführt werden, als Impulsprogramm 2006.

Im Zuge der Begegnung der Religionen werden wir verstärkt auch mit Projekten unserer keltischen Vergangenheit und die Spiritualiät des Hemma-Pilgerweges einbringen. Da sind weitere Projekte auszarbeiten. Die Landwirtschaft soll und wird einen Betrag zur Verpflegung vorort leisten, vor allem auch die ausreichende Menge an Hackschnitzel soll sichergestellt werden, damit ökologisch geheizt werden kann. Auch Weiterschulungsprogramme des AMS für ausreichende Arbeitskräfte für den Tourismus sind zu forcieren.

Auch die zu gründende Tourismusregion wird seine Marketingaktivitäten in Zukunft im Schwerpunkt Mystik und Spiritualtiät finden – da findet sich die Mystik des Mittelalters ebenso, wie der Keltenzeit oder christlichen Werte – es wird Begegnung geben und es wird ein Leitprojekt geben, an dem man sich orientieren kann, nicht nur für 6 Monate, sondern für Jahre. Wir sollen und werden und hier aktiv einbringen.

Es ist Zeit, das wir an unsere Zukunft denken, es ist Zeit uns selbst zu helfen und die Möglichkeit am Schopf zu packen. Wir brauchen eine Aufbruchstimmung, Betroffenheit und den Willen auch morgen in unserer schönen Heimat Arbeit zu finden. Wir sollten nie vergessen, dass Mittelkärnten die Wiege der österreichischen Kultur ist, uns gibt es seit den Kelten als damaliges Königreich.

Raphael Pliemitscher
Vorsitzender der Region Mittelkärnten, Obmann Regionalverein Norische Region

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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