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„Rauchfrei genießen“ schreitet voran

18.11.2004

An 32.000 Gastgewerbebetriebe wurden Infopakete zur Einrichtung von Nichtraucherbereichen verteilt.

Als „klaren Auftrag, dem wir uns verpflichtet fühlen“ bezeichnet Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den Wunsch der Gäste nach Nichtraucherbereichen: „Wirte und Hoteliers wollen ihren Gästen in Zukunft verstärkt rauchfreien Genuss ermöglichen – aber ohne die Raucher zu verbannen.“ Dazu hat die heimische Gastronomie mit Gesundheitsministern Maria Rauch-Kallat eine Vereinbarung zur Selbstverpflichtung getroffen. Darin steht festgeschrieben, dass in allen größeren Speisebetrieben bis zum Ende des Jahres 2006 in drei Etappen – 30 Prozent bis Ende 2004, 60 Prozent bis Ende 2005, 90 Prozent bis Ende 2006 – praktisch flächendeckend Nichtraucherbereiche für die Gäste zur Verfügung stehen. Das Bundesministerium für Gesundheit hat laut Vereinbarung das Recht, die Umsetzung jederzeit zu kontrollieren.

Die Umsetzung der zwischen dem Fachverband Gastronomie und der Gesundheitsministerin vereinbarten Maßnahmen schreitet zügig voran. Der Fachverband Gastronomie gemeinsam mit dem Fachverband Hotellerie und dem Veranstalterverband Österreich unterstützt seine Mitgliedsbetriebe dabei. Die Interessenvertretung hat dafür ein ganzes Maßnahmenbündel ausgearbeitet: Zur Zeit ist ein Basisinformationspaket an 32.000 österreichische Gastgewerbebetriebe unterwegs. Darin enthalten ist neben Informationsmaterial ein Satz Beschilderungsmaterial für Nichtraucherbereiche und Türkleber, die am Eingang des Lokals angebracht werden können. Dieses Beschilderungsmaterial kann auch kostenlos bei der Fachgruppe Gastronomie der jeweiligen Landeskammer bezogen werden. Weiters werden in Kürze Beratungsaktionen für Mitgliedsbetriebe und eine Infobroschüre über Tipps zur Einrichtung und Gestaltung von Nichtraucherbereichen zur Verfügung stehen.

In einzelnen Bundesländern werden auch Investitionen in Lüftungsanlagen in Rahmen von strukturverbessernden Maßnahmen gefördert. „Eine Unterstützung in allen Bundesländern – etwa aus Mitteln des Fonds ‚Gesundes Österreich‘ – wäre in diesem Zusammenhang eine sinnvolle Maßnahme“, regt Hinterleitner an.
Ziel aller Aktivitäten sei es jedenfalls, unter Beweis zu stellen, „dass in Österreichs Speisengastronomie ein friktionsfreies Nebeneinander von Rauchern und Nichtrauchern möglich ist. Dazu müssen die Raucher aber nicht – wie in einigen anderen Ländern – vor die Tür verbannt werden“, so Hinterleitner abschließend.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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