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Umsatzeinbußen beklagen viele Nachtlokale. Die internationale Erfahrung zeigt aber: Die Gäste kommen wieder.

Rauchverbot: „Es wird sehr schnell gestraft“

28.11.2019

Das erste Monat Rauchverbot: Weniger die Strafen, aber Umsatzeinbußen treffen die Betriebe. Was die Gastronomen stört, haben wir vom Obmann der Wiener Fachgruppe Gastronomie, Peter Dobcak, erfragt. 

Peter Dobcak

Wir hören von vielen Lokalen, dass zwar nicht die Gäste aber die Umsätze rückläufig sind. Was hören Sie von den Betrieben?

Das deckt sich mit unseren Informationen. Es wird weniger konsumiert. In der Nachtgastronomie sprechen wir von 15 bis 25 Prozent Rückgang. Manche Vorstadtlokale haben mehr als die Hälfte des Umsatzes eingebüßt. 

Kann man den Betroffenen aus internationalen Erfahrungen etwas Aufmunterndes sagen?

Ja, glücklicherweise haben sich in den Ländern, wo ein Rauchverbot eingeführt wurde, die Umsätze wieder erholt. Die Gäste werden auch bei uns draufkommen, dass ein soziales Miteinander in Lokalen lustiger ist als zuhause zu sitzen. Notfalls muss man dann eben auf der Straße rauchen.

Was wieder zu Problemen mit Anrainern führen kann. Die große Welle der Beschwerden gab es bislang aber noch nicht.

Glücklicherweise. Die meisten Anrainer zeigen Verständnis, dass es durch das Rauchverbot hier und da draußen mal etwas lauter werden kann.   

Aber ein Nachbar kann schon zum Problemfall werden?

Die Behörde hat einen gewissen Spielraum. Wegen nur einem Nachbarn wird nicht die Sperrstunde vorverlegt oder gar die Betriebsanlagengenehmigung entzogen. Wenn Unternehmen Probleme haben, helfen wir jedenfalls.

Wie streng wird in Wien kontrolliert?

Sehr streng. Früher wurde noch aufgeklärt, heute wird vielfach gleich gestraft. Was uns wirklich ärgert: Es wird von der Behörde penibel darauf geachtet, dass die roten Rauchverbotsschilder auch in allen Lokalen hängen. Dabei weiß doch jeder, dass nicht geraucht werden darf.

Autor/in:
Daniel Nutz
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