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Rauchverbote schaden Gastronomie

02.09.2005

Nicht nur Wien ist anders, sondern ganz Österreich. Während in Irland und Italien Gastronomen die Auswirkungen des strikten Rauchverbots mit voller Wucht zu spüren bekommen, befindet sich die heimische Gastroszene (noch) auf einer Insel der (Umsatz)Seligen. Bundesministerin Maria Rauch-Kallat und die Wirtschaftskammer haben mit dem 3-Stufen-Plan der Nichtraucher-Zonen einen guten österreichischen Weg eingeschlagen.

Starkes Ost-West-Gefälle
Bis Dezember 2006 sollen 90 Prozent aller österreichischen Lokale, die Speisen anbieten und über eine Lokalfläche von mehr als 75 Quadratmeter verfügen (das sind etwas mehr als 19.000 Betriebe), 40 Prozent ihrer Fläche als Nichtraucherbereich ausweisen. Die erste Hürde von 30 Prozent der Betriebe wurde wie ausgemacht mit Ende 2004 geschafft, die zweite Hürde von 60 Prozent der Betriebe steht mit Ende dieses Jahres an. Diesbezüglich liegt die Branche, wie Obmann KR Helmut Hinterleitner der Fachgruppe Gastronomie bestätigt, gut im Rennen. Trotzdem möchte er die Umsetzung forcieren: „Es wäre gut, wenn wir die Vorgaben rascher umsetzen, sonst könnte es passieren, dass sich jene Kräfte melden, dich sich verstärkt für ein rigoroses Rauchverbot aussprechen.“ Das Ergebnis könnte dann dem Irlands gleichen: ein striktes Rauchverbot und enorme Einbußen bei den Gastronomieumsätzen. Das Damoklesschwert des Rauchverbots schwebt somit weiterhin über der Branche. Die einzige Rettung heißt „freiwillige Durchführung“. Besonders die Betriebe im Osten des Landes möchte man dazu aufrufen, denn nach dem derzeitigen Stand der Erhebungen gibt es ein merkbares Ost-West-Gefälle. Genauere Zahlen wird es jedoch im Herbst dieses Jahres geben.
Eigene Broschüre mit Tipps
Dass sich die Branche auch in Bezug auf ihre Gäste auf dem richtigen Weg befindet, zeigt eine Umfrage des Wirtschafsmagazins ECO. Sie ergab, dass sich nur ein Drittel der Österreicher für ein striktes Rauchverbot in Lokalen und Restaurants erwärmen kann. Wer nun Unterstützung braucht, findet diese bei der Wirtschaftskammer. Angeboten wird eine Broschüre über die Umsetzung mit einfachen Mitteln. Darüber hinaus werden gratis Türkleber, Zonenkleber und Deckenhänger ausgegeben.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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