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Regierungsprogramm Tourismus- und Freizeitwirtschaft

28.11.2008

Die Freizeit- und Tourismuswirtschaft hat sich zu einer bedeutenden Säule der österreichischen Volkswirtschaft entwickelt. Acht Mio. Österreicherinnen und Österreicher begrüßen jährlich über 31 Mio. Besucher in unserem Land, im Jahr 2007 wurden mehr als 120 Mio. Nächtigungen verzeichnet.

Mit der Erwirtschaftung von rund 16 Prozent des BIP nimmt dieser erfolgreiche Wirtschaftszweig eine weiterhin zunehmende Bedeutung für den Arbeitsmarkt in unserem Land ein. Damit ist dieser Wirtschaftssektor auch in Hinkunft ein wichtiger Beschäftigungsmotor mit Standortgarantie.

Ziel der Tourismuspolitik ist es, den erfreulichen Aufwärtstrend auch für die nächsten Jahre abzusichern. Die Bundesregierung schafft die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen, um die Erfolgsgeschichte unseres Landes in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft weiterzuschreiben. Eine enge strategische Abstimmung mit den Bundesländern ist Grundvoraussetzung.

Die Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum des Tourismusstandorts Österreich ist die zentrale Herausforderung für die Tourismuspolitik. Als Leitlinie hierfür soll die Tourismusstrategie 2015 des WIFO dienen; diese Tourismusstrategie 2015 ist laufend zu evaluieren und anzupassen.
Die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit setzt eine bedarfsorientierte Finanzierung der Tourismuswirtschaft voraus. Sowohl die geänderten volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen als auch der Klimawandel sind neben anderen Faktoren Grund dafür, dass Tourismusförderungen einer Evaluierung in Richtung Zielgenauigkeit unterzogen werden sollen. Besonderes Augenmerk ist den Bereichen Innovation und immaterielle Investitionen sowie der zunehmenden Bedeutung von Destinationen zu widmen.

Um in Zeiten der Finanzkrise ein für Unternehmen und Mitarbeiter deutliches Signal für den für Österreich so wichtigen Freizeit- und Tourismussektor zu setzen, werden folgende Maßnahmen gesetzt:
- Verdoppelung des Haftungsrahmens der ÖHT - Österreichische Hotel- und Tourismusbank von 250 auf 500 Mio. EUR sowie
- Erhöhung der Top-Tourismusförderung während der nächsten zwei Jahre jeweils um 20%*)

Diese Maßnahmen dienen sowohl einer offensiven Krisenvermeidung als auch einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des für Österreich so wichtigen Wirtschafts- und Beschäftigungssektors. Außerdem wird in Hinblick auf die künftigen Herausforderungen besonderes Augenmerk auf die Verbesserung und Förderung der Eigenkapitalstruktur der Unternehmungen der heimischen Freizeit- und Tourismuswirtschaft gesetzt (z.B. degressive AfA, Vereinfachung von Betriebsübergaben, etc.)

Die Kooperation zwischen Österreich Werbung und Landestourismus-Organisationen ist die Ausgangsbasis für eine noch stärkere innovative internationale Marktbearbeitung. Voraussetzung dafür ist unter anderem eine Optimierung der innerösterreichischen Tourismusstrukturen sowie eine ausreichende finanzielle Ausstattung. Vor diesem Hintergrund soll auch - in Abstimmung mit der Wirtschaftskammer Österreich als zweitem Vereinsmitglied der Österreich Werbung (ÖW) neben dem Bund - in einem Gesamtkonzept eine Erhöhung der derzeitigen Mitgliedsbeiträge der ÖW geprüft werden.

Zur weiteren Attraktivierung der Tourismuswirtschaft soll die Ausbildungs- und Arbeitsplatzqualität in diesem Bereich insbesondere für Lehrlinge erhöht werden.

Natur und Kultur sind die beiden Säulen des touristischen Angebots Österreichs, die nachhaltige Sicherung dieser Ressourcen ist daher unumgänglich. Bei den natürlichen Ressourcen stehen vor allem Themen wie Klimawandel, die ökologisch verträgliche alpine Infrastruktur (Weiterführung des alpinen Schutzhüttenprogramms) und die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft (Genussregionen) im Mittelpunkt. Auch die Schwerpunktvermarktung der österreichischen National- und Naturparks soll weiterverfolgt werden.

Die Erhaltung der einzigartigen architektonischen Kulturbauten für das Tourismusland Österreich ist eine stete Herausforderung. Die Aufrechterhaltung der lebendigen, zeitgemäßen Nutzung der Kulturbauten des Bundes, aber auch der sie umgebenden Gärten, bleibt Aufgabe und Verantwortung der Kulturnation Österreich, die Fortführung des Konzepts "Welt der Habsburger" leistet dazu einen wichtigen Beitrag.

Die touristischen Modellregionen werden in einer breiten Kooperation weitergeführt und - nach Vorliegen der Ergebnisse des derzeit laufenden Projekts - durch weitere Initiativen ergänzt. Die zahlreichen, erfolgreichen Kooperationen zwischen öffentlicher Hand - vor allem Gemeinden - und Freizeit- und Tourismusunternehmungen sind weiterhin auszubauen und zu unterstützen. Die Koordinierung der österreichischen und europäischen Ferienzeiten soll fortgesetzt werden.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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