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Region Stubai nach der EURO

08.09.2008

Fußball-Europameister Spanien wählte für sein Mannschaftsquartier das Vier-Sterne-Hotel Mildererhof in Neustift

"Das Stubaital ist sehr gut erreichbar, in Flughafennähe, in unmittelbarer Nähe zur Landeshauptstadt Innsbruck und direkt an der Brennerautobahn. Die Stubaier Orte liegen auf rund 1.000 Metern Seehöhe, beste Luft also für Allergiker. Als Ganzjahresdestination bieten wir im Winter und im Sommer unzählige Urlaubsmöglichkeiten", erklärt Sepp Rettenbacher, Obmann des Tourismusverbandes Stubai Tirol und Leiter der Bergführer Schule Stubai. Das Stubaital hat sich klar positioniert. Ansprechen wollen wir in erster Linie Wanderer und Bergsteiger, Familien, aber auch Fußball-Fans", so Rettenbacher.
Denn die Region Stubai biete internationalen Topclubs beste Voraussetzungen für deren Trainingscamps. Das sei schon so gewesen, bevor das Stubaital bzw. Neustift ins Visier der internationalen, insbesondere der spanischen Medien, gerieten. Gastierte doch die spanische Nationalmannschaft während der EURO-Vorrunde im Vier Sterne-Hotel Mildererhof in Neustift und blieb auch dort bis zum Finale. Begleitet von einem Tross von Hunderten Betreuern und Journalisten. Für Wirbel im Stubaital und in der Landeshauptstadt sorgten aber auch die Auftritte des bekanntesten europäischen Fans, Manolo el del Bombo, der auf Einladung des spanischen Nationalteams nach Tirol gekommen war. Der aus Madrid stammende Gastronom sorgte mit seiner zehnköpfigen Band "Charanga de España" am Flughafen und Hauptbahnhof in Innsbruck, in Neustift gemeinsam mit der Militärmusikkapelle Tirol, in den Swarovski Kristallwelten oder vor dem Goldenen Dachl für EURO-Stimmung. Während der Spielpausen suchte Manolo in seinem Appartement im Haus Mali der Familie Gleischer in Neustift Erholung.
Hotelier Hofer schwieg eisern
Während die spanische Nationalmannschaft die Vorrunde ohne Probleme meisterte und sich mit elegantem Spitzenfußball ins Finale spielte, wurden Unterkunft und Spieler vor der Öffentlichkeit hermetisch abgeschirmt. Auch bei einer Pressekonferenz in der EURO Media Lounge in Innsbruck während der Vorrunde kam Mildererhof-Chef Herbert Hofer kein Laut über die Lippen. Statt Geheimnisse wenigstens über die kulinarischen Vorlieben der Spanier auszuplaudern, meinte Hofer schmunzelnd: "Dass im Stubaital ein Fußballplatz für die Spanier gebaut wurde, wie kolportiert wird, ist ein Irrglaube." Die Wahrheit sei viel mehr, dass das Stubaital über vier Top-Plätze verfüge, darunter zwei in Neustift mit internationalem Standard, die schon vorher und auch künftig Top-Clubs zur Verfügung stehen werden.
FC Genua und Feyenoord Rotterdam im Stubai
Schon in einer ersten Stellungnahme während der EURO und in seiner Bilanz nach der EURO merkt Herbert Hofer kritisch an, dass er sich mehr spanische Fans bzw. Gäste im Stubaital erwartet habe. "Dass aber mit Spanien eine Top-Nation bei uns gastierte, ist ein toller Werbeerfolg." Hofer hofft, "dass die Erfahrungen, die man mit der Unterbringung der spanischen Nationalelf gemacht hat, dazu beitragen werden, noch mehr Topclubs ins Stubai zu holen". Der FC Genua, mit dem die Region Stubai einen Dreijahres-Vertrag abschließen konnte, wird vom 19. Juli bis 1. August schon zum vierten Mal in Neustift das Sommertraining absolvieren. Der Fußballclub Feyenoord Rotterdam gastiert vom 19. Juli bis zum 26. Juli in Fulpmes. Weitere Anfragen von Topclubs gibt es bereits. "Auch Anfragen aus Spanien haben wir schon. Die Spanier sind sehr abergläubisch. Sie haben den Titel geholt, da werden sich die Anfragen häufen, da bin ich ganz sicher. Zudem hat sich die Mannschaft in unserem Hotel und im Stubaital sehr wohlgefühlt", bestätigt Hotelier Herbert Hofer.
Armin Pfurtscheller, Chef des einzigen 5-Sterne-Hotels im Stubaital, dem Jagdhof in Neustift, und Marketingvorstand des Tourismusverbandes Stubai definiert nach der EURO klare Ziele. Nämlich die Nächtigungen steigern und die Wertschöpfung erhöhen. Die Positionierung als Familiendestination sei noch ausbaufähig, insbesondere als man sich im Sommer als führende Wander-Destination präsentiere. Die Region Stubai verzeichnete laut Pfurtscheller im Jahr 2007 eine fünfprozentige Nächtigungssteigerung auf 1,1 Mio. Nächtigungen. Die stärkste Nation stellen nach wie vor die deutschen Gäste. "In den Ostländern sehen wir ein großes Potenzial. Von den 752.000 Nächtigungen im Winter fallen 60.000 auf polnische Gäste und 42.000 auf Gäste aus Tschechien." Für den Winter wünscht sich der Jagdhof-Chef einen gemeinsamen Skipass für die Region. Nachholbedarf gebe es auch im Nachtleben und beim Shopping. Barbara Egger

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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