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Reininghaus Jahrgangspils 2004 Südsteiermark

13.12.2004

Der Hopfen:
Das Jahr 2004 war in der Vegetationsperiode des Hopfens kühler und nasser als die Jahre zuvor. Zwischen Januar und Mitte Juli fielen im Gebiet des Leutschacher Hopfenanbaues 900 mm Niederschlag, das ist so viel wie im gesamten Jahr 2003.

Entsprechend gestaltete sich der Vegetationsverlauf:
Das Aufdecken und Schneiden des Hopfens begann erst Ende März und dauerte bis Mitte April. Das Anleiten war erst Mitte Mai möglich, normalerweise geschieht dies Anfang Mai.
Auch die Gerüsthöhe wurde mit 2 Wochen Rückstand erst Anfang Juli erreicht, die Blüte war Mitte Juli, und 3 Wochen später war der Hopfen fertig ausgedoldet.
Die Ernte erfolgte zwischen 23. August und 9. September und war mengenmäßig gleich wie im Vorjahr, jedoch war der Gehalt an Alfa-Säuren um 30% höher, und daher der Erntejahrgang für Bauer und Brauer gleichermaßen ein guter.
Vom Aroma präsentiert er sich intensiv fruchtig-blumig, weniger harzig als im Vorjahr. Während beim Jahrgang 2003 der außerordentlich heiße und trockene Sommer nicht nur Ertragseinbußen sondern auch besonders seltene, zitrus- und pinienähnliche Aromen brachte, kann man heuer von einem klassischen steirischen Aromahopfen sprechen.

Das Brauen:
Der späte Erntezeitpunkt machte die rasche Verarbeitung des Hopfens zu Pellets notwendig.
Für das Braumalz wurde reinsortige Braugerste aus dem pannonischen Raum verwendet. Die Braugerstenqualität des heurigen Jahres ist ebenfalls erfreulich. Die kühle und feuchte Vegetationszeit brachte positive niedrige Eiweißgehalte und wurde rechtzeitig von trockenem und heißem Wetter abgelöst, sodass die Ernte zum richtigen Zeitpunkt und in ausreichender Menge möglich war. In der Mälzerei wurde durch schonendes Abdarren bei niedrigen Temperaturen eine besonders helle Farbe erreicht.
Durch den niedrigen Eiweißgehalt konnte im Sudhaus bei höheren Temperaturen eingemaischt werden, und die gute cytolytische Lösung ermöglichte auch beim Stärkeabbau ein knappes Maischverfahren. Die Hopfengaben erfolgten in unveränderter Menge und zum gleichen Zeitpunkt wie in den Jahren zuvor, um die Jahrgangsspezifika unverfälscht zu erhalten.
Im Gärkeller war die Hauptgärung erwartungsgemäß zügig und problemlos, was auch die Reifung sehr positiv beeinflusste. Nach einer verhältnismäßig kurzen Kältestabilisierung konnte das Bier zur Filtration freigegeben werden.

Typische Eigenschaften des Reininghaus Jahrgangspils 2004:
Farbe: helles goldgelb, ausgesprochen sortentypisch
Geruch: mild, mit fruchtigen, zart blumigen Hopfenaromen; Hopfenaromen dominieren, die Malzkomponente ist praktisch nicht wahrnehmbar
Geschmack: sehr ausgeglichen harmonisch und weich, ohne markante Spitzen; die Malzkomponenten geben den notwendigen, aber sehr schlanken Körper. Die Hopfenaromen sind fruchtig-aromatisch mit schwach blumigen Noten. Erdig-harzige Noten fehlen heuer fast völlig.
Abgang: angenehm trocken mit einer angenehmen Bittere am Gaumen, welche durch ihr Anhalten zum nächsten Schluck anregt.

Brau Union Österreich AG, Poschacherstraße 35, 4020 Linz
Pressestelle: Frau Veronika Fiereder
T: +43-732 6979-2670, E: v.fiereder@brauunion.com
www.jahrgangspils.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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