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Reiseplattformen im Vergleich

25.02.2009

Internet-Verkauf ist in der Hotellerie mittlerweile ein Muss. Eine neue Studie von Österreichischer Hoteliervereinigung (ÖHV), hotelleriesuisse und Hotelverband Deutschland (IHA) vergleicht die unzähligen Reiseplattformen und liefert Hoteliers ein Update über die Dos und Don'ts im Online-Geschäft.

Die neue Webmarketingstudie gibt einen Überblick über die aktuellen Marktbedingungen und Anbieter am Online-Reisemarkt. Bei den Kosten schnitten kleinere Anbieter wie NetHotels.com mit Provisionsätzen von etwa 10 Prozent am besten ab. Bei den Marktführern wie hrs.de und booking.com sind um die 12 Prozent üblich. Professionellem Yield-Management kommen u. a. die Plattformen booking.com, venere.com und hotel.de besonders entgegen. Was das Suchmaschinenmarketing betrifft, gehören hrs.de, booking.com, tiscover.at sowie lastminute.com zu den Top-Anbietern. Dieser Punkt ist besonders wichtig, da bereits 85 Prozent aller Reisenden ihre Reiseziele über Suchmaschinen wie Google auswählen. Hier kann nur mitmischen, wer an prominenter Stelle gelistet wird.

Gästebewertungen - Fluch oder Segen?

Im Bereich Web 2.0 schnitten booking.com, hotel.de, hrs.de, tiscover.at, Expedia.com und venere.com besonders gut ab, da die Gäste auf diesen Plattformen u.a. auch Hotelbewertungen abgeben können. Solche Bewertungen stellen - bei richtigem Handling - eine gute Marketingchance dar. Damit Hoteliers und Gäste gleichermaßen von Hotelbewertungsportalen profitieren, müssen Mindest-Standards gewährleistet sein. Der Europäische Dachverband für Hotellerie und Gastronomie (HOTREC) hat unter Mitwirkung der ÖHV 10 Prinzipien zum Schutz vor ungerechtfertigten Bewertungen postuliert. Bei den Portalen Holidaycheck, Trivago oder Booking.com wurden bereits die meisten Prinzipien umgesetzt, die ÖHV evaluiert laufend. "Wir empfehlen, die Bewertungen regelmäßig zu kontrollieren, auf Kritik sofort zu reagieren und die Gäste zu positiven Kommentaren zu animieren", sagt ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn.

Online am Ball bleiben - Umsatz steigern

Insgesamt wurden etwa 500 Reiseplattformen und Reiseinformationsseiten erfasst. 70 davon wurden bewertet, 20 detailliert analysiert. Für die Hoteliers sind jedoch nicht nur diese Analysen und Bewertungen interessant. Sie profitieren vor allem auch von den Exkursen zu Themen wie Preispolitik, Beschwerdemanagement, Suchmaschinenmarketing und Yield-Möglichkeiten im Internet. "In diesen Bereichen hat sich in den letzten Jahren viel getan. Unsere Studie bringt den Hotelier auf den neuesten Stand, sodass er sich die Kosten für teure Berater ersparen kann", so Thomas Reisenzahn. "Der Leitfaden hilft bei der Auswahl der individuell richtigen Vermarktungswerkzeuge und zeigt, wie mit einer aktiven Online-Verkaufspolitik Umsatz und Auslastung gesteigert werden können." Erstmals wurde auch erhoben, auf welchen Plattformen Ferienwohnungen und -häuser sowie Appartements angeboten werden.

Bestellmöglichkeiten
Die Hotel-Webmarketingstudie "Der Gast aus dem Web - Reise- und Buchungsplattformen im Vergleich" ist im ÖHV-Web-Shop (www.oehv.at/shop), telefonisch unter +43(1) 533 09 52 oder per E-Mail an office@oehv.at erhältlich. Die Kosten betragen 85,- Euro (exklusive USt.) bzw. 65,- Euro (exklusive USt.) für ÖHV-Mitglieder.

Mehr zum Thema erfahren Sie auch beim ÖHV-Praktikerseminar "E-Business mit Erfolg" am 31. März 2009 in Innsbruck. Informationen und Anmeldung zum Seminar unter www.oehv.at/weiterbildung sowie bei Oliver Wolf, Tel.: +43(1) 533 09 52-12, e-mail: oliver.wolf@oehv.at.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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