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Rekordergebnis für Wintertourismus

16.05.2008

Österreichs Wintertourismus kann ein Rekordergebnis vorweisen. Von November 2007 bis März 2008 ist der Umsatz der Tourismuswirtschaft im Vergleich zur Vorsaison um kräftige 15,3 Prozent nach oben geklettert.

„Die exzellente März-Bilanz ist vor allem auch auf die Verschiebung der Osterfeiertage zurückzuführen“, freut sich Minister Martin Bartenstein

Damit belaufen sich die Umsätze auf 9,7 Milliarden Euro“, sagte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein zu den aktuellsten Tourismus-Daten, die das WIFO im Auftrag des Wirtschaftsministeriums errechnet hat.

Kräftiges Nächtigungsplus
Die bisherige Wintersaison 2007/2008 hat den heimischen Tourismusbetrieben aber auch ein kräftiges Nächtigungsplus beschert. Von November 2007 bis März 2008 wurden insgesamt 58,36 Mio. Übernachtungen gemeldet, das ist gegenüber derselben Vorjahresperiode eine Zunahme von 11,8 Prozent. Die Nächtigungen ausländischer Gäste stiegen um 13,4 Prozent und erreichten mit 46,07 Mio. Nächtigungen ein bereits höheres Ergebnis als in der gesamten Vorjahreswintersaison 2006/07 (bis April). Gäste aus Österreich wiesen 12,3 Mio. Nächtigungen (plus 6,2 Prozent) auf, teilte die Statistik Austria am Freitag mit.
Von November 2007 bis März 2008 wurde nur rund 1 Mio. Nächtigungen weniger verzeichnet als in der gesamten Wintersaison 2006/07 – also von November 2006 bis April 2007. Dies lasse für die aktuelle Wintersaison ein Ergebnis über der 60-Millionen-Marke erwarten, so die Statistik Austria. 72 Prozent aller Nächtigungen sind auf Hotel- und ähnliche Betriebe entfallen, wobei 5-/4-Sterne-Hotels bevorzugt genutzt werden (19 Mio. Nächtigungen). Die Zahl der Gästeankünfte nahm um 11 Prozent auf 13,52 Mio. zu – jene der inländischen Gäste um 6,9 Prozent, jene der ausländischen Gäste um 12,6 Prozent.
Hinsichtlich der regionalen Entwicklung erwirtschafteten alle Bundesländer satte Umsatz-Zuwächse, wobei insbesondere Vorarlberg (+19,4 Prozent), Wien (+17 Prozent), die Steiermark (+16,8 Prozent), Tirol (+15,8 Prozent) und Salzburg (+15,5 Prozent) herausragende Ergebnisse erzielten. Unter dem Österreich-Durchschnitt fielen die Umsatzsteigerungen in Niederösterreich (+12,9 Prozent), Kärnten (12,6 Prozent), dem Burgenland (12,3 Prozent) und Oberösterreich (+8,4 Prozent) aus.

Österreich punktet bei den Deutschen
Immer beliebter wird das Urlaubsland Österreich bei den Deutschen: Die Übernachtungen der Gäste aus dem wichtigsten Herkunftsland Deutschland nahmen in der bisherigen Wintersaison 2007/08 um 15,6 Prozent auf 24,41 Mio. Nächtigungen zu, was gegenüber derselben Vorjahresperiode einem absoluten Nächtigungsplus von 3,29 Mio. entspricht. Auch Gäste aus dem zweitwichtigsten Herkunftsmarkt, nämlich Holland, nächtigten um 5,3 Prozent häufiger als noch im Vorjahr. Erheblich überdurchschnittliche Zuwachsraten waren für Gäste aus Polen (plus 32,6 Prozent), aus Tschechien (plus 29,5 Prozent), aus Russland (plus 28,4 Prozent) und aus Belgien (plus 20,3 Prozent) festzustellen.

Alle Bundesländer positiv
In allen Bundesländern war die Nächtigungsentwicklung von November 2007 bis März 2008 positiv, wobei sich die relativen Zuwächse zwischen 5,7 Prozent in Oberösterreich und 16,9 Prozent in Vorarlberg bewegten. Tirol erreichte mit 24,26 Mio. Nächtigungen ein Plus von 12,0 Prozent, das zweitwichtigste Bundesland, Salzburg, mit 13,49 Mio. Nächtigungen eine Zunahme von 11,6 Prozent. Bei den Ankünften lag Vorarlberg mit einem Wachstum von 16,4 Prozent an der Spitze, gefolgt von Wien mit 14,9 Prozent. Oberösterreich verzeichnete mit 5,5 Prozent die geringsten Zuwächse.
Im März 2008 wurden laut Statistik Austria rund 14,78 Mio. Übernachtungen gemeldet, das entspricht im Vergleich zum März 2007 einem Zuwachs von 25,4 Prozent. Ausschlaggebend für dieses Ergebnis sei die Verschiebung der Osterferien gewesen, welche 2007 in den April, 2008 aber in den März fielen. Sowohl aus- wie inländische Gäste kamen vermehrt nach Österreich, wobei die Zunahme bei den Gästen aus dem Ausland mit 32 Prozent besonders deutlich ausfiel, während die inländischen Gäste lediglich um 2,7 Prozent zulegen konnten.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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