Direkt zum Inhalt

Rekordjahr für Wiener Kongresstourismus

28.03.2007

Noch nie waren so viele Kongressgäste in Wien wie im Jahr 2006. Insgesamt 2.318 Kongresse und Firmenevents haben im Vorjahr in Wien stattgefunden.

"Das entspricht einem satten Plus von 33 %. An diesen Veranstaltungen haben insgesamt 327.000 (+ 19 %) Gäste teilgenommen. Stark gestiegen sind auch die Nächtigungszahlen. Wiens Hotellerie konnte sich über 1,156 Millionen kongressbedingte Nächtigungen (+ 12 %) freuen. Mit diesem Top-Ergebnis kann die Kongressstadt Wien ein neues Rekordjahr - mittlerweile das vierte hintereinander - für sich verbuchen", erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Maga Renate Brauner zur Wiener Kongressbilanz 2006, die sie am Donnerstag gemeinsam mit Tourismusdirektor Mag. Karl Seitlinger und Christian Mutschlechner, dem Leiter des Vienna Convention Bureau im WienTourismus, in einem Pressegespräch präsentierte.

"Besonders erfreulich", so Brauner weiter, "sind auch die Auswirkungen auf die Wiener Wirtschaft und den Arbeitsmarkt. Der Wiener Kongresstourismus hat 2006 mehr als 12.000 Arbeitsplätze gesichert, gleichzeitig hat er 583 Millionen Euro zum gesamtösterreichischen Bruttoinlandsprodukt beigetragen. Auch das Kongressjahr 2007 läuft erfolgreich. Allein zehn besonders große für 2007 gebuchte internationale Kongresse wie zum Beispiel der Europäische Radiologenkongress, der Europäische Kardiologenkongress oder der Kongress des Internationalen Verbandes für Zeitungs- und Medientechnologie bringen über 60.000 Kongressgäste nach Wien."

Die 2.318 Veranstaltungen (+ 33 %) teilen sich auf in 782 Kongresse und 1.536 Firmenveranstaltungen (Tagungen, Produktpräsentationen, Incentives), die zusammen eine landesweite Wertschöpfung von 583 Millionen Euro (+ 16 %) brachten. Das Steueraufkommen daraus erhöhte sich von 138,3 auf 160,4 Millionen Euro, davon kamen dem Bund 104,2 Millionen zugute und Wien 19,5 Millionen, der Rest den Ländern und Gemeinden. Die durch Kongresse
und Firmenveranstaltungen erzielten Nächtigungen stiegen um 12 % von 1,033.996 auf 1,156.100 und steuerten damit 12, 4 % des gesamten Nächtigungsaufkommens (9,4 Millionen) in Wien bei. Die Tagesausgaben von Kongressteilnehmern sind deutlich höher als bei Freizeittouristen: Sie geben in Wien pro Kopf und Tag durchschnittlich 360 Euro aus, während die Gesamtheit aller Wien-Besucher einen Vergleichswert von rund 240 Euro ausweist.

"Viele Komponenten tragen dazu bei, dass Wien sich als erfolgreiche Kongressmetropole international positioniert hat, speziell die Professionalität von Infrastruktur und Gastgebern sowie die gute Erreichbarkeit wirken sich positiv aus. Der Kongresstourismus wuchs bezogen auf die Nächtigungszahlen mit 12 % deutlich stärker als die allgemeine Zuwachsrate in Wien mit 6,7 % und ist ein wichtiger Gradmesser für Wiens Ziel, bis 2010 seine Gästenächtigungen auf 10 Millionen zu erhöhen", erklärte Tourismusdirektor Seitlinger.

782 Kongresse (607 internationale und 175 nationale) fanden 2006 in Wien statt und haben zusammen eine Wertschöpfung von 457,9 Millionen Euro (+10 % zum Vorjahr) bewirkt. Dies umfasst alle inlandswirksamen Ausgaben der Teilnehmer und des Veranstalters - nicht nur die direkten Ausgaben, sondern auch Umsätze, die in "vorgelagerten" Wirtschaftszweigen verursacht wurden (z.B. bei Nahrungs- und Genussmittelproduzenten, Banken, Versicherungen, im Baugewerbe usw.). Die 607 internationalen Kongresse haben besonders positive Auswirkungen für das Ergebnis der Kongressbilanz berichtete Christian Mutschlechner, Leiter des Vienna Convention Bureau im WienTourismus: "Die starke Zunahme bei internationalen Kongressen - der Königsdisziplin im Tourismus - ist ein entscheidender Faktor bei der erfreulichen Entwicklung der Bilanz, sie generieren 73 % der Wertschöpfung und 72 % der Nächtigungen im gesamten Wiener Kongresstourismus."

Nationale Kongresse können hinsichtlich Anzahl, Teilnehmer, Teilnehmertage und Teilnehmernächtigungen zweistellige Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. 175 nationale Kongresse mit insgesamt 48.803 Teilnehmern, 112.422 Teilnehmertagen und 78.919 Nächtigungen stellen neue Rekordwerte für nationale Kongresse im gesamten Beobachtungszeitraum seit 1991 dar.

Die meisten internationalen Nächtigungen in Wien verbuchten erneut Teilnehmer von Kongressen mit humanmedizinischen Themen. Mit 34 % rangiert der Bereich Humanmedizin klar vor Wirtschaft/Politik mit 24 %, gefolgt von Formal- und Naturwissenschaften mit 14 %. Besonders der Anteil im Bereich Wirtschaft/ Politik konnte mit plus 8 % kräftig zulegen, was auch auf die EU-Präsidentschaft mit insgesamt 150 Kongressen und Tagungen zurückzuführen ist. 20 % der internationalen Kongresse wurden 2006 in den großen Kongresszentren Wiens (Austria Center Vienna, Hofburg Kongresszentrum & Redoutensäle und Reed Messe Wien Congress Center) abgehalten, 22 % an Universitäten und 18 % in Hotels.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Die Gault&Millau Genuss-Messe 2020 wird ein ganz besonderes Fest: Viel Raum, viel Abstand, Hygienemaßnahmen, damit die Gäste vertrauensvoll und entspannt genießen können.
Gastronomie
02.09.2020

Martina und Karl Hohenlohe, die Herausgeber des Guide Gault&Millau, haben sich entschlossen, die bereits traditionelle Gault&Millau Genuss-Messe im Kursalon Hübner auch in diesem Jahr zu ...

Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (2.v.r.), Prof. Hans-Peter Hutter von der MedUni Wien (2.v.l.), Tourismusdirektor Norbert Kettner (l.) und Christian Woronka, Leiter des Vienna Convention Bureau (VCB) im WienTourismus (r.), präsentieren den Sicherheitsleitfaden für Business Events.
Hotellerie
02.09.2020

Das Vienna Convention Bureau des WienTourismus erarbeitete zusammen mit Prof. Hans-Peter Hutter von der MedUni Wien und der Wiener Tagungsbranche einen Leitfaden, der bei Business Events ...

Hotellerie
26.08.2020

Nach dem Sommer ist vor der Spa-Saison: Fünf Tipps, wie Sie Ihren Betrieb entspannt auf die kommende ­Wellness-Jahreszeit vorbereiten.

Hotellerie
24.08.2020

Wiens Nächtigungen im heurigen Juli gingen um 73,3% auf 443.000 zurück – damit sind die Rückgänge nicht mehr ganz so stark wie im Juni, in dem das Minus 88% betrug. Von Jänner bis Juli wurden 3,2 ...

Die Angst vor der zweiten Welle geht um. Mit unterschiedlichen Maßnahmen sollen die Infektionszahlen gering bleiben und die Tourismuswirtschaft am Laufen bleiben.
Gastronomie
20.08.2020

Der Sommer lief derzeit relativ reibungslos und vielerorts auch von den Umsätzen her besser als erwartet. Die große Herausforderung steht mit einer Wintersaison unter Covid-Sicherheitsbedingungen ...

Werbung