Direkt zum Inhalt

Restaurants für die Doktoren von morgen

06.11.2006

Die Mensa ist wohl einer der ersten Ort, die jeder Student an seiner Uni kennenlernt. Aus gastronomischer Sicht stehen Mensen sowohl in kulinarischer als auch in betriebswirtschaftlicher Hinsicht vor großen Herausforderungen: Es geht darum, pro Standort hunderten oder gar tausenden von jugendlichen Gästen in möglichst kurzer Zeit ansprechende Mahlzeiten zu bieten und das für möglichst wenig Geld.

Platzhirsch in diesem gastronomischen Geschäftsfeld ist die Österreichische Mensen Betriebsgesellschaft mbH. Das Unternehmen wurde 1974 auf Initiative des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung mit dem Auftrag gegründet, die Studierenden zu günstigen Preisen mit Speisen und Getränken zu versorgen und das bei einer kostendeckenden Betriebsführung, also ohne Unterstützung durch Zuschüsse oder Subventionen. Dieses Unternehmen betreibt heute österreichweit 25 Mensen von Wien bis Innsbruck und – inklusive Buffets und Cafés – ganze 58 Gastronomiebetriebe. 350 Mitarbeiter verpflegen jährlich mehr als vier Millionen Gäste und erwirtschaften dabei einen Jahresumsatz in Höhe von über 17 Mio. €.
In Zeiten liberalisierter Märkte stehen die österreichischen Mensen freilich im freien Wettbewerb, müssen sich mit ihren Angeboten und Leistungen also den Ausschreibungen der Universitäten stellen, ganz abgesehen von der gastronomischen Konkurrenz außerhalb der Universitäten, die ebenfalls um die Zielgruppe der Studenten mitrittern.
Corporate Identity für alle Mensen
Um in diesem Wettbewerb langfristig zu bestehen, haben sich die Mensen nunmehr eine einheitliche Corporate Identity verpasst. Ausgehend vom NIG in Wien, dessen Mensa bereits im neuen Design erstrahlt, wird das Konzept, das unter der zentralen Botschaft „Mitten im Leben“ steht, nunmehr an allen Standorten in die Tat umgesetzt. „Das beginnt beim Logo und der Werbelinie, über die Ausschilderung der Speisen und reicht hin bis zu Kundenbindungsinstrumenten wie der Stammkundenkarte“, erläutert der für das Marketing der österreichischen Mensen zuständige Prokurist Friedrich Schober.
In einem Aufwaschen hat das Unternehmen dabei auch gleich sein zweites Standbein, das Geschäftsfeld des Caterings, mit einem neuen Outfit versehen. Als Mensa c.d. (Catering Department) stehen die Küchenteams, die ansonsten für den Hunger der Studenten verantwortlich zeichnen, unter dem Motto „Essen, das ankommt!“ für Events aller Größenordnungen und Ansprüche im Einsatz.
Das die Qualität dabei stimmt, wurden den Mensen kürzlich ganz offiziell bestätigt. Die Mensa an der Johannes-Kepler-Universität wurde heuer nämlich von „Gastromed“ unter die Lupe genommen und mit der bisherigen Höchstzahl von 3 Kesseln ausgezeichnet. Geprüft werden dabei – analog zu der Vergabe von Hauben – die Qualität der Speisen, Service und Ambiente. Zum „Kessel-Check“ zählen auch Einkauf, Hygiene, Speisenqualität (Testesser werden in die Betriebe entsandt), Ernährungsphysiologie, Marketing, Mitarbeiter und auch die Wirtschaftlichkeit. Die Linzer Mensa darf sich somit zu den besten Großküchen in ganz Österreich zählen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Gastronomie
17.09.2020

Ein Corona-Abstrich erst kurz vor Veranstaltungsbeginn und das Testergebnis schon innerhalb von 15 Minuten: Das Austria Center Vienna startet als erstes Veranstaltungshaus Europas ein großes ...

Die Innsbrucker Herbstmesse ,light‘ und der Fachbereich für Gastronomie und Hotellerie werden heuer nicht stattfinden.
Gastronomie
17.09.2020

Die Herbstmesse „light“ und der Fachbereich für Gastronomie und Hotellerie finden heuer nicht statt.

Gastronomie
17.09.2020

Das oberösterreichische Traditionsunternehmen ist covid-bedingt in Turbulenzen geraten. Es soll zu einem Sanierungsverfahren kommen.

Mathias Prugmaier, Andreas Knötzl, Johannes Fritz, SQ-GF Jürgen Geyer, Paul Retzl, Willi Bauer und Kathrin Brachmann (v. l.).
Wein
17.09.2020

Südsteiermark, Thermenregion, Weinviertel, Kamptal, Traisental, Wagram: Sechs junge Winzer aus sechs österreichischen Weinbaugebieten haben es ins Finale geschafft. 

Andrea Bottarel, Josef Bitzinger, Marina Rebora Walter Kutscher und Christian Bauer.
Szene
16.09.2020

Große Verkostung in Josef Bitzingers Vinothek.

Werbung