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Rindfleisch im Trend

08.06.2005

Im Lebensmittelhandel wurde 2004 um 20% mehr Rindfleisch verkauft als im Jahr davor. Damit war Rindfleisch im Jahr 2004 jenes Lebensmittel mit den größten Zuwachsraten im einschlägigen Handel überhaupt. Dies belegt die jüngste RollAMA-Verbraucheranalyse. Die Gründe für diesen Erfolg liegen in der offensiven Qualitätspolitik der Erzeugerverbände und der damit verbundenen Renaissance der heimischen Rindfleischkultur im eigenen Lande. Der Rindfleisch-Pro-Kopf-Verbrauch liegt zur Zeit bei rund 19 kg im Jahr. Immer mehr Haushalte greifen auch beim Grillen zu Rindfleisch.

Erzeugergemeinschaften setzen auf Qualität und den Heimmarkt
In Österreich gibt es eine alte, sehr traditionsreiche Rindfleischkultur, die in jüngster Vergangenheit eher in Vergessenheit geraten war. Die wirklichen Gusto-Stückerln gingen fast ausschließlich in den Export und erfreuten vorzugsweise die Gaumen der Deutschen und Italiener. Der Heimmarkt wurde in dieser Zeit eher vernachlässigt. In den letzten fünf Jahren hat sich das durch den erfolgreichen Auftritt von Rindfleisch - Erzeugergemeinschaften am Markt deutlich geändert. Organisierte Rindfleischerzeugung und -verarbeitung führten zu einer klaren Kanalisierung der Waren und zu einer Professionalisierung in der Vermarktung. Früher wurde umdifferenziert und in uneinheitlichen Qualitäten angeboten. Durch klare, einheitliche Richtlinien kann sich der Konsument nun wieder auf konstant gleichbleibende Qualität und Geschmack verlassen. Das schafft zunehmend Vertrauen und erhöht die Genussbereitschaft. Die Erzeugergemeinschaften setzen hier vor allem auf Qualitätsproramme (AMA Gütesiegel, Rindfleisch à la carte,..), um die Konsumenten zu überzeugen auf heimische Qualität zu setzen. Zukünftig soll auch in der Grillsaison neben den Klassikern beim Grillen in Zusammenarbeit mit dem Lebensmittelhandel verstärkt Rindfleisch forciert werden, berichtet Werner HABERMANN von der ARGE Rind.

Das Geschmackserlebnis Rindfleisch liegt in der Vielfalt
Bei der Rindfleischverkostung beim Weingut Nigl soll eindrucksvoll aufgezeigt werden, dass Rindfleisch nicht gleich Rindfleisch ist. Der Vergleich mit dem Wein liegt auf der Hand. Früher wurde gerade noch zwischen Weißwein und Rotwein unterschieden. In der Zwischenzeit hat sich der Wein zu einem Genussmittel größter Güte entwickelt. Spezialisten produzieren erlesene Rebensäfte und begeisterte Konsumenten wissen diese hohe Qualität auch zu erkennen und zu schätzen. Genau dorthin wollen wir auch mit dem Rindfleisch kommen. Rindfleisch soll sowohl zunehmend fixer Bestandteil der gehobenen Gourmetküche werden, als auch wieder vermehrt Eingang in den Speiseplan der privaten Haushalte finden.

„Mit der Aktion "So schmeckt Niederösterreich" wurde vor Jahren der Startschuß für eine Qualitätsoffensive im Lebensmittelbereich gegeben. Diese Aktion findet nun ihre Verstärkung in den Bemühungen, das Land als Genussregion zu positionieren. Mit einer Qualität, die höchsten Ansprüchen gerecht wird, wollen wir dieses Ziel erreichen. Zu den niederösterreichischen Aushängeschildern zählen sicherlich Wein und gutes Rindfleisch. Seit Jahren sind wir bemüht, den Konsumenten hochqualitatives Rindfleisch zu bieten. Mit dieser Qualität sichern wir Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und in der Verarbeitung. Und was den Wein betrifft, ist Niederösterreich bzw. Österreich gesamt bereits international im Spitzenfeld. Es gilt aber, diese Qualität immer wieder aufs Neue unter Beweis zu stellen“, so Agrarlandesrat DI Josef PLANK zu den Aktivitäten rund ums Rindfleisch.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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