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Im Henn-na Hotel in Tokio werden rund 100 Roboter ausgemustert.

Roboter werden arbeitslos

24.01.2019

Der Boom scheint vorüber zu sein: In vielen Hotels weltweit werden Roboter wieder eingezogen.

Dass die Gäste von einem humanoiden Roboter statt eines Homo sapiens in Hotels empfangen werden, ist eine Zukunftsutopie, die manche Häuser schon jetzt wahrwerden lassen. Eher aus Marketinggründen denn als richtiger Ersatz für Mitarbeiter aus Fleisch und Blut werden trollige Geräte (etwa von IBM, Savioke oder Mojin Robotics) auf die Gäste losgelassen. Jeder, der es probiert hat, weiß: Viel können die nicht. Beispiele sind das Hotel One in München oder auch das Hotel Schani am Wiener Hauptbahnhof. Nun werden in Häusern auf der ganzen Welt die Roboter wieder abgezogen. Der einfache Grund: fehlende Marktreife. 

Funktionsprobleme 

Ein Beispiel: Als weltweiter Vorreiter in Sachen Hospitality-Roboter setzte das Henn na Hotel in der Nähe von Tokio zuletzt auf insgesamt 240 Roboter. Ihre Aufgabe: Gäste begrüßen, Zimmer zuweisen, Gepäck reintragen und für Unterhaltung sorgen. Wie mehrere Medien berichten, sollen nun rund 100 Roboter ausgemustert werden, weil ihre Technologie (etwa Spracherkennung) unausreichend gut funktionierte. Ein weiteres Problem: Aufgrund der fortschreitenden Entwicklung sind Modelle schnell veraltet. 

Auch im Wiener Hotel Schani musste der einzige Roboter zuletzt zurück in die Werkstatt. Eigentlich sollte das Gerät den Gästen für „Frage und Antwort“-Spiele zur Verfügung stehen. Wirklich reibungslos klappte das aber nicht. Allerdings will Hoteleigentümer Benedikt Komarek durchaus an den Robotern festhalten – vorausgesetzt, sie machen ihren Job dann auch bald besser als zuletzt. 

Autor/in:
Daniel Nutz
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