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Rohdiamanten - Der Jahrgang 2004

07.12.2004

Was bedeutet „Rohdiamanten“?

Rohdiamanten sind für Laien oft nicht als wertvolle Edelsteine erkennbar. Ihre besondere Wirkung und ihre Ausstrahlung erreichen sie erst nach kunstvollem Schliff. Fachleute hingegen sind in der Lage, den Wert der noch unbehandelten Steine schon zu beurteilen, und ihren Wert einzuschätzen.

Dieses Bild dient als Beispiel für die alljährliche Begutachtung der rohen Wein-Diamanten, bei der sich Winzer aus verschiedenen Weinbaugebieten zum ersten Mal nach den anstrengenden Wochen der Ernte zusammenfinden, um über den Vegetationsverlauf des aktuellen Jahres, über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Witterung der einzelnen Weinbaugebiete, und die Auswirkungen auf die Trauben zu diskutieren. Im Grunde analysiert man dabei in Zusammenarbeit mit Weinjournalisten die Eigenständigkeit des jeweiligen Terroirs und seine Ausprägung in den Weinen.

Erstmals dürfen wir auch einen Bierproduzenten in dieser Runde begrüßen. Das mag zunächst verwunderlich erscheinen. Wenn man aber erfährt, dass der Hopfen für dieses Pils aus einer echten „Appellation“ stammt und jahrgangsrein eingebraut wird, so liegt es auf der Hand, auch bei diesem Produkt über Jahrgangsspezifika zu sprechen.

In jedem Fall sind die „Rohdiamanten“ keine Degustation im klassischen Sinn. Denn Produzenten wie Teilnehmer wissen, dass die meisten Produkte noch nicht bewertbar sind, sondern noch einige Monate des Ausbaus – eben den Schliff – benötigen.
Viel mehr soll dieser Workshop einerseits ein freundschaftliches Treffen von Winzern und Hopfenbauern darstellen, bei dem Erfahrungen ausgetauscht werden. Andererseits ist es ein Arbeitsmeeting, bei dem Fachjournalisten tiefen Einblick in die Arbeit sowie die Sorgen und Freuden der Produzenten gewinnen und sich auf diese Art bereits Hintergrundinformationen zu jenen Kostbarkeiten erarbeiten können, die erst Wochen und Monate später auf den Markt kommen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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