Direkt zum Inhalt

Rohkaffeepreise weiter auf Rekord-Niveau

22.09.2005

Preisniveau deutlich über Vorjahr - schwache Ernten für 2005/06 erwartet – Kaffeekonsum dürfte weiter steigen – café+co hält Konsumentenpreise konstant

Im August 2005 lag der Durchschnittspreis* für Rohkaffee mit 85,3 US-Cent je Pfund um 50 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres (56,9 US-Cent/Pfund). Damit befinden sich die Rohstoffkosten für das beliebteste Getränk der Österreicher – trotz Schwankungen in den letzten Wochen - nach wie vor auf Rekord-Niveau.
Die International Coffee Organization rechnet für 2005/06 mit einer schwachen Ernte von rund 108 Millionen Sack Kaffee (2004/05: 115 Millionen Sack). Die Gründe dafür sind schlechte Wetterbedingungen in Vietnam sowie rückläufige Ernten in Brasilien, dem mit rund 34 Prozent Marktanteil weltgrößten Kaffee-Produzenten. Dort benötigen die Kaffeepflanzen Zeit, um sich von der Rekordernte des Vorjahres zu erholen, was sich negativ auf die heurige Produktion auswirken wird. Da weltweit von einem weiterhin leicht steigenden Kaffeekonsum auszugehen ist, dürften sich die Rohkaffeepreise mittelfristig auf hohem Niveau konsolidieren.
Neben den steigenden Rohstoffpreisen wirkt sich auch der hohe Erdölpreis negativ auf die Endverbraucher-Preise für Kaffee aus, da die Kosten für die Kaffeeröstung, für einzelne Automatenkomponenten und den Transport steigen. In der Folge haben große Kaffee-Anbieter in den letzten Monaten ihre Verkaufspreise erhöht.
Mag. Gerald Steger, Geschäftsführer der café+co International Holding, des führenden Betreibers von Kaffeeautomaten in Österreich und Zentraleuropa, kann jedoch rechtzeitig vor dem Tag des Kaffees am 1. Oktober 2005 die Kaffee-Trinker in den heimischen Betrieben beruhigen: „Durch Verbesserungen bei der Logistik ist es uns gelungen, den Preisdruck größtenteils aufzufangen. Bisher sind wir daher mit sehr moderaten Preisanpassungen ausgekommen. Auch in den nächsten Monaten planen wir die Preise stabil zu halten.“

* ICO Composit Indicator Price; ein nach Kaffeesorten und Kaffeehandelsplätzen gewichteter Durchschnittspreis, der von der International Coffee Organization täglich berechnet wird. Detail-Informationen zur Berechnungsmethode: www.ico.org/coffee_prices.asp

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Richtig guten Kaffee in Ihrem Betrieb anbieten, ist gar nicht so schwierig. 7 Punkte, die man beim Einkauf und Zubereitung beachten sollte.
Gastronomie
04.03.2021

Welche Parameter entscheiden über guten Kaffee in der Gastronomie? Ausgehend von den Grundkomponenten – Mischung, Mahlung, Maschine und Mensch –, gibt es sieben Punkte, die zu einer Top- ...

Wiener Gastronomen, die keinen eigenen Gastgarten haben, sollen Flächen in öffentlichen Schanigärten bekommen.
Gastronomie
03.03.2021

Das Angebot richtet sich an jene Gastronomen, die über keinen eigenen Gastgarten verfügen. Linz prüft nun die Adaptierung des "Wiener Modells".

v. li.: Cafetier Berndt Querfeld und "Soul Kitchen" Chefin Farangis Firoozian, NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn und SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter.
Gastronomie
03.03.2021

Neos und SPÖ fordern Klarheit bei Geschäftsraummieten und Wirtschafshilfen.

Das Flemings Mayfair zählt zu den ältesten Hotels der britischen Hauptstadt. Das Haus stammt aus dem Jahr 1851 und ist eines der wenigen noch in Privatbesitz befindlichen Hotels Londons.
Hotellerie
03.03.2021

3000 Mahlzeiten gespendet: Das Flemings Mayfair kocht für Londons Obdachlose.

Aller Voraussicht nach dürfen Betriebe ihren Schanigarten öffnen - rund um Ostern. In Vorarlberg kommen die Lockerungen früher, und in größerem Umfang.
Gastronomie
02.03.2021

In rund vier Wochen sollen Schanigärten in ganz Österreich öffnen dürfen. Die Vorarlberger dürfen sich ab dem 15. März über größere Lockerungen freuen.

Werbung