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Runder Geburtstag für Austria Hotels

17.06.2005

Austria Hotels International – mit 14 Betrieben in Wien, Baden, Eisenstadt, Prag und Brünn – feiert sein 50jähriges Jubiläum.

Das Jahr 1955 hatte es in sich. Bekannterweise wurde in diesem Jahr der Staatsvertrag unterzeichnet und der ORF aus der Taufe gehoben. Noch im selben Jahr formierte sich aber auch der heimische Fremdenverkehr, wie etwa durch die Hotelgruppe Austria Hotels International, die damals aber noch Österreichische Hotelbetriebsgesellschaft-AG hieß.

Hohe Investitionen
Zum Grundportfolio gehörten zwei Hotels: das gepachtete Hotel Daniel in Graz und das Hotel Kummer in der Wiener Mariahilferstraße. Das erscheint auf den ersten Blick wenig, war aber eine solide Basis, wenn man bedenkt, dass es damals gerade einmal 146 Hotels mit 9.895 Betten in Wien gab. Zum Vergleich: heute verfügt die Bundeshauptstadt über 367 Hotels mit rund 41.600 Betten.

Auch Austria Hotels International (AHI) ist gewachsen. Mittlerweile umfaßt das Unternehmen insgesamt 14 Betriebe: davon elf Hotels innerhalb der österreichischen Grenzen und drei in Tschechien. Das Hotel Kummer, eines der Hotels der ersten Stunde, gehört noch immer dazu – Flaggschiff des Unternehmens ist jedoch das Hotel de France auf der Wiener Ringstraße. In den letzten Jahren hat AHI etwa 20 Millionen Euro für Instandhaltung, Renovierung und Modernisierung in seine Betriebe investiert. So wurden beispielsweise im Hotel de France im obersten Stockwerk zweistöckige Junior-Suiten errichtet, die Business-Zimmer mit modernsten technischen Finessen ausgestattet und der Eingangsbereich sowie die Lobby völlig neu gestaltet.

Zusätzlich bekommt das Aushängeschild des Unternehmens jetzt auch noch einen Fitnessraum. Auch im Hotel Schloss Weikersdorf in Baden wird kräftig renoviert und gebaut. Das historische Renaissanceschloss vor den Toren Wiens beeindruckt mit neu ausgestatteten Zimmern in modernem und klarem Design und wird in wenigen Monaten über einen komplett neu errichteten Spa- und Wellness-Bereich (inklusive Swimmingpool, Fitness-Räume, Sauna, Dampfbad und Behandlungsräume) verfügen. Hans D. Turnovszky, Generaldirektor der Austria Hotels International, hat damit den Finger am Puls der Zeit: „Wellness ist kein vorbei gehender Schatten, sondern wird ein wichtiger Teil unserer Zukunft sein“.

Positive Geschäftsentwicklung
Die positive Entwicklung der Zahlen untermauert sein Handeln. Die Anzahl der Nächtigungen steigerte sich von 2003 auf 2004 um 13,4 Prozent, die Zimmerbelegung konnte in Österreich (trotz renovierungsbedingter Einschränkungen) um 8 Prozent auf 65 Prozent gesteigert werden (wobei sich die Wiener Betriebe um etwa 10 Prozent auf 72 Prozent und die tschechischen Betriebe um zirka 25 Prozent auf 60 Prozent verbesserten) und der Gesamtumsatz steigerte sich um gute 13 Prozent. Kritische Worte hat Turnovszky jedoch für den Wiener Hotelmarkt: „Wien hat den Trend, sich selbst schwächer zu machen und nicht immer den Mut, sich gegenüber dem Käufer durchzusetzen.“ Außerdem sieht er eine Sättigung für den Hotelmarkt: „Wien hat eine Belegung von 60 bis 65 Prozent und verträgt überhaupt kein Hotel mehr, außer ein Ritz-Carlton, Four Seasons oder Mandarin, das wäre eine neue Dimension, eine Aufwertung für Wien und könnte dem im internationalen Vergleich extrem niedrigen Zimmerpreis entgegenwirken.“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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