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Rupert E. Huber, Doyen der Wiener Hotellerie, verstorben

10.07.2006

Der aus Oberösterreich gebürtige ehemalige Generaldirektor des Vienna Hilton, der die Wiener und gesamtösterreichische Hotellerie über Jahrzehnte maßgeblich mitgeprägt hat, ist am vergangenen Mittwoch in Wien im Alter von 69 Jahren verstorben

Der 1936 im kleinen Ort Putzleinsdorf in Oberösterreich geborene Rupert E. Huber, der nach Absolvierung der Hotelfachschule eine beispiellose internationale Hotelkarriere startete und der die Geschicke der heimischen Hotellerie als langjähriger Generaldirektor des Vienna Hilton (damals: Wien Hilton) und zeitlebens mitgestaltet hat, ist tot. Er starb am vergangenen Mittwoch (5.7.2006) 69jährig in Wien.

1968 war Huber bereits einer der jüngsten Generaldirektoren der Hotelkette Hilton International. Nach Stationen in Tunis, Rabat, Madrid und Acapulco kam er 1973 nach Wien, um die für 1975 geplante Eröffnung des Wiener Hotels des Konzerns – zu diesem Zeitpunkt erst das zweite Hotel einer internationalen Kette in Wien und das zimmermäßig größte Hotel Hiltons weltweit – verantwortlich zu zeichnen. Als Generaldirektor stand Huber dem Hotel in Folge bis 1983 vor. In dieser Zeit brachte er nicht nur „sein“ Hotel zu großem Erfolg und machte es unter anderem zur „Wiege“ der Neuen Wiener Küche und Mittelpunkt von großen gesellschaftlichen Ereignissen, sondern setzte sich genauso stets für die touristische Weiterentwicklung der Destination Wien und damit der Destination Österreich ein. Dieses auch ganz persönliche Anliegen hat er im Sinne eines „Dienstes an der Heimat“ (Zitat Rupert E. Huber) als anerkannter Doyen der Wiener Hotellerie in allen Folgejahren – genauso vom Ausland her – weiter verfolgt und damit dem heimischen Tourismus wertvolle Impulse verliehen. Nach einer dreijährigen Berufung nach London kehrte der Weltbürger 1986 bis 1989 neuerlich als Generaldirektor des Vienna Hilton zu seiner „alten Liebe“ zurück. Anschließend übernahm er Vizepräsidenten-Funktionen für die Karibik, Lateinamerika und Mexico, sowie von 1991 – 1993 für den Mittelmeerraum, Nordafrika und Spanien. 1994 ehrte ihn das „offizielle Österreich“ für seine dahingehenden Leistungen und zeichnete den Vollblut-Hotelier mit dem Goldenen Verdienstabzeichen der Republik Österreich für seinen lebenslangen Einsatz in der österreichischen Hotellerie aus.

1993 übersiedelte Rupert E. Huber anlässlich seiner Pensionierung bei Hilton in seine Lieblingsstadt Wien und arbeitete seitdem als Management Consultant in Österreich, Tunesien, Kuwait und auf Mallorca. Als „Urvater“ des Wiener Hilton Hotels spielte er in den Jahren 2002 und 2003 als Konsulent auch eine maßgebliche Rolle bei der Totalrenovierung des Hauses, das er immer als „zweites Zuhause“ betrachtet hatte.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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