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Salon Sacher macht auf Französisch

28.01.2019

Beim neueröffneten Salon Sacher gingen die Eigentümer Alexandra Winkler und Georg Gürtler zurück in die goldenen Zwanziger und kombinierten das mit den 1950er-Jahren. Ungewöhnlich für das Hotel Sacher.

Herausgekommen ist etwas gar nicht „Sachermäßiges“: Statt Sacher Flair in plüschigem Rot dominieren die französischen Zwanzigerjahre mit etwas 1950er Jahre in Schwarz, Gold und Koralle.

Death in the Afternoon

Auch das kulinarische Angebot entspricht nicht dem, was man von Sacher gewohnt ist: augenzwinkernd locken feinste Delikatessen, die schon Anna Sacher ihren Gästen servierte: neben Crevetten Cocktail, Gänselebermousse oder Trüffelschinken mit Salade Russe verführen exquisite Cocktailkreationen. Mit „Death in the Afternoon“ und weiteren spannenden Variationen greift man auch den Absinth-Trend auf: Mit der traditionellen Absinth-Zeremonie mit Zucker und Eiswasser genießt man in kleiner und größerer Runde den leicht verruchten Geschmack einer vergangenen Epoche.

Mit dem Sacher verbindet man schnell einen unverwechselbaren Stil, auf den wir sehr stolz sind und den wir stets der Zeit angepasst beibehalten wollen. Beim Salon Sacher haben wir uns dann jedoch bewusst dazu entschlossen, aus einer unerwartenden Situation etwas Unerwartetes zu machen. Etwas für das Sacher fast Provokantes.“, sagt Alexandra Winkler.

Historische Stuckdecke entdeckt

Nicht unwesentlich für die Design- und Konzeptwahl des Salon Sacher war die Entdeckung einer historischen Stuckdecke während der Umbauarbeiten. Originalgetreu erhalten wurde sie sorgfältig restauriert, ins Designkonzept eingebaut und hat dem Salon Sacher so einen völlig anderen Auftritt erlaubt. Anstatt opulenter Luster tauchen gebogene Kugelleuchten die Atmosphäre in ein stimmungsvolles Licht und unterstreichen zu jeder Tageszeit das Ambiente. „Bei fast jeder Renovierung stoßen wir auf etwas Historisches und längst Vergessenes. Es wäre schade, so hervorragend erhaltene Designelemente nicht aufzugreifen und zu integrieren“, sagt Georg Gürtler.

Umgesetzt hat die Idee Erich Bernard von BWM Architekten, die 2017 bereits das Sacher Eck gestalteten. „Original und originell – wir geben Elementen der Zwanziger sowie Fünfziger Jahre Raum und vereinen Damals und Heute zu einem stimmigen Ganzen“, beschreibt Architekt Erich Bernard sein Projekt.

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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