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Salzburger Hotellerie bietet ideale Voraussetzungen für Gästeschicht 50plus

05.11.2004

Gepflegte Gastlichkeit, Gemütlichkeit, ein breites gastronomisches Angebot und hoher Komfort sind die wesentlichen Merkmale der heimischen Hotellerie. In diesem Sinne bieten die Salzburger Beherbergungsbetriebe die besten Voraussetzungen für die Initiative "50plus".

"Unter den 65 50plus-Betrieben in Österreich finden sich bereits neun Hotels aus Salzburg. Ich hoffe, dass es nach dem heutigen Informationsworkshop '50plus: Gäste der Zukunft und Wachstumsmarkt Nr. 1' noch um einige mehr werden. Denn laut Prognosen namhafter Urlaubs- und Freizeitforscher ist die Gästeschicht der über 50-Jährigen der Zukunftsmarkt schlechthin", erläutert Komm.-Rat Otto Schmid, Obmann der Fachgruppe Hotellerie in der Wirtschaftskammer Salzburg. Diese "Best Agers" seien zwar einerseits kritischer und erfahrener, nehmen aber Bemühungen um sie dankbarer auf und honorieren sie finanziell.

Dass den Salzburger Hoteliers beste Qualität für den Gast seit jeher ein Anliegen ist, zeigt die aktuelle Kategorisierungsanalyse ("Sterne-Statistik") der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WK Salzburg. Gab es mit Stichtag 15. März 1998 erst 257 4- und 5-Sterne-Häuser im Bundesland Salzburg, so liegt die Zahl der Betriebe dieser beiden Kategorien sechs Jahre später (Stichtag 15. März 2004) bei 407 (plus 58%). 3-Sterne-Betriebe gab es 1998 noch 787. 2004 sind es 844 (plus 7%). Die Zahl der 2-Sterne-Häuser sank im Vergleichszeitraum von 753 auf 566 (minus 25%). Die 1-Stern-Häuser verringerten sich ebenfalls von 81 auf 43 (minus 47%). Insgesamt gibt es in Salzburg 1.453 kategorisierte 1-, 2- und 3-Sterne-Betriebe sowie rund 1.600 nicht kategorisierte Hotelbetriebe.

"Der Anstieg von 58% bei den 4- und 5-Sterne-Häusern ist ein klarer Beweis dafür, dass der Trend zu hochwertigen Gästeunterkünften in Salzburg weiter anhält. Nicht zuletzt wenn man weiß, dass österreichweit die Zunahme bei den 4- und 5-Sternern in diesem Zeitraum lediglich knapp 7% betragen hat", freut sich Schmid. Die meisten 4- und 5-Sterne-Häuser gibt es in Tirol (644), gefolgt von Salzburg (407), Kärnten (235), der Steiermark (172) und Vorarlberg (157). Die Touristenmetropole Wien verfügt lediglich über 147 4- und 5-Sterne-Häuser.

"Next Step" für noch mehr Qualität

Um den ohnedies bereits hohen Standard der Salzburger Beherbergungsbetriebe noch weiter zu steigern bzw. nachhaltige strukturelle Verbesserungen herbeizuführen, hat die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in Zusammenarbeit mit der Beratergruppe Salzburg die Hotel-Business-Analyse "Next Step" entwickelt. Ziel ist es, den 1-, 2- und 3-Sterne-Betrieben sowie den nicht kategorisierten Häusern Verbesserungspotenziale bzw. mögliche Marktnischen aufzuzeigen und sie bei der Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zu unterstützen. "Next Step" wurde Mitte April dieses Jahres mit Info-Veranstaltungen im gesamten Bundesland gestartet. Zehn Betriebe haben das Beratungsprogramm bereits abgeschlossen. Für die nächste Runde sind noch Anmeldungen möglich (Tel. 0662/8888-243).

Das Besondere an dem aus sechs Modulen bestehenden Strukturförderungsprogramm ist, dass sich jeder Unternehmer den für seinen Betrieb maßgeschneiderten Beratungsmix zusammenstellen kann. "Nach einer Basisanalyse wird gemeinsam mit dem Unternehmer entschieden, in welche Richtung er seinen Betrieb in Zukunft entwickeln möchte. Dabei ist der Ausbau einer Marktnische ebenso möglich wie Maßnahmen zur Verbesserung des baulichen Standards", erläutert Schmid. Mit einem eigenen Nachfolge-Modul, das in Zusammenarbeit mit dem Gründer-Service der WK Salzburg entwickelt wurde, wird dem verstärkten Trend zu Betriebsübergaben Rechnung getragen: Die bevölkerungsstarke Nachkriegsgeneration ist in den vergangenen Jahren ins Pensionsalter vorgerückt, zahlreiche Betriebe stehen daher zur Übergabe an. Nicht zuletzt ist "Next Step" auch ein wertvolles Instrument, um die Bonität der Betriebe bei künftigen Ratings im Rahmen von Basel II zu steigern.

Der Tourismus bildet eine der wichtigsten Säulen der Wirtschaft im Bundesland Salzburg. Mit einem Anteil von rund 8% an der Bruttowertschöpfung und etwa 22 Millionen Übernachtungen in knapp 3.500 Beherbergungsbetrieben pro Jahr liegt Salzburg nach Tirol an zweiter Stelle im bundesweiten Vergleich.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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