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Schenner: "Österreichs Qualitätstourismus braucht ausreichend Saisoniers"

12.09.2005

Österreichs Tourismus lebt von seiner hohen Dienstleistungsqualität. Um den ausgezeichneten Ruf der Servicequalität der heimischen Tourismusbetriebe aufrecht zu erhalten, braucht es aber ausreichend Arbeitkräfte.

"Erfolgreich sind wir nur, wenn wir uns um unsere Gäste perfekt
kümmern können. Um auch in der kommenden Saison dem Gast wieder gute
Qualität bieten zu können, sind inländische Arbeitskräfte natürlich
die erste Wahl. Können Stellen aber auf diese Weise nicht besetzt
werden, müssen wir auf Saisonarbeitskräfte zurückgreifen. Schon jetzt
mangelt es, gerade während der Saisonspitzen in den westlichen
Bundesländern, immer wieder an Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.
Eine Reduktion der eingespielten Saisonier-Kontingente wäre daher für
den Tourismus ein schwerer Schlag und würde die Konkurrenzfähigkeit
dieser volkswirtschaftlich wichtigen Branche untergraben", lehnt der
Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Johann
Schenner, jüngst publik gemachte Überlegungen zum Thema Saisoniers
mit Nachdruck ab.

In Kürze wird damit begonnen, für die Wintersaison 2005/06 in den
einzelnen Bundesländern den konkreten Bedarf an ausländischen
Saisonarbeitern zu erheben. "Die Anforderungen unserer Gäste wachsen
rasant. Deshalb wird der tatsächliche Bedarf an Saisoniers für den
kommenden Winter voraussichtlich nicht niedriger ausfallen", erklärt
Schenner und verweist darauf, dass die Kontingente immer anhand des
konkreten Bedarfs und durch Einigung der Sozialpartner zustande
gekommen sind.

Angesichts des extrem starken Beschäftigungswachstums (Schenner:
"Mit plus drei Prozent ist der Tourismus ein wahrer
Beschäftigungsmotor!") würde bereits ein Gleichbleiben der
Saisonierzahlen die angespannte Arbeitsmarktlage während der
Hochsaisonmonate verschärfen. Im Winter 2004/05 waren, wie berichtet,
im heimischen Fremdenverkehr um 5.000 Personen mehr beschäftigt als
im Jahr davor, während das Saisonier-Kontingent leicht auf 8.895
Mitarbeiter zurückging.

"Vor allem jene Saisoniers, die bereits im letzten Winter bei uns
gearbeitet haben und ihre Betriebe gut kennen, sollen unbedingt die
Möglichkeit haben, im kommenden Winter wieder in Österreich
mitzuarbeiten", appelliert der Sprecher der heimischen
Tourismuswirtschaft an die Politik.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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