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Schenner zur Trinkgeld-Causa

02.02.2005

"Nachvollziehbare Argumente und Gerechtigkeit in der Sache haben sich durchgesetzt. Alle anderen Lösungen wären zum Nachteil für den österreichischen Tourismus und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Branche gewesen", zeigt sich der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Johann Schenner, erfreut über die jüngste Wendung in der strittigen Frage der Trinkgeldbesteuerung.

"Es setzt sich der Gedanke durch, den wir immer vertreten haben: das
Trinkgeld sollte, wie dies auch in Deutschland der Fall ist, völlig
von der Steuer ausgenommen sein".

Der vom Finanzminister angekündigte Initiativantrag bringt nun
Rechtssicherheit für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, lobte Schenner das
Entgegenkommen von Finanzminister Karl-Heinz Grasser. "Und auch
unsere Gäste können in Zukunft sicher sein: Trinkgeld ist die
Belohnung für Mitarbeiter, die noch mehr als die bei uns übliche
exzellente Dienstleistung erbringen!"

Obmann Schenner hatte als Sprecher der österreichischen
Tourismuswirtschaft in zahlreichen Aussendungen und Interviews immer
wieder betont, dass Trinkgeld kein Lohnbestandteil ist, sondern ein
Danke-Schön für Mehr-Leistungen. Die Vorstellungen des
Finanzministeriums hätten auch gegen den Gleichheitsgrundsatz
verstoßen. Ursprünglich ging es ja um die Frage, inwieweit
Trinkgelder, die mit Kreditkarte bezahlt werden, zu versteuern sind.
"Dass unsere Argumente nun auch von Finanzminister aufgenommen
wurden, ist ein sichtbarer und deutlicher Erfolg der intensiven
Interessensvertretungsarbeit", unterstreicht Schenner.

Der Erfolg in der Sache sei auch ein deutlicher Beweis für gelebte
Sozialpartnerschaft. Gemeinsam hat man sich in dieser Angelegenheit
engagiert und für die Tourismuswirtschaft und deren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter ein gute Lösung herbeigeführt. "Jetzt gilt es noch,
eine Lösung für die bereits anhängigen Steuerverfahren zu finden,
damit auch in dieser Frage die restlichen offenen Punkte geklärt
werden".

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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