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Schlafender Bär erwacht

26.05.2010

Russland bietet enorme Potenziale im Tourismus – die Nachfrage nach Hotels auf internationalem Niveau ist ungebrochen groß

Der „russische Bär“ könnte sich schon bald aus seinem Winterschlaf ­erheben

Die derzeitige Wirtschaftskrise ist auch an der touristischen Entwicklung in Russland nicht spurlos vorbeigegangen, dennoch besteht ein sehr großes Entwicklungspotenzial im Tourismus. Ein Inlandsmarkt von mehr als 140 Millionen Menschen, das derzeitige Ungleichgewicht zwischen touristischer Nachfrage und Angebot sowie die landschaftliche Vielfalt Russlands sind dabei die Hauptfaktoren. Der Städtetourismus in Russland wird, mit Ausnahme von St. Petersburg, durchwegs von Geschäftsreisenden dominiert. Aufgrund des teilweise eklatanten Mangels an Unterkunftsmöglichkeiten auf internationalem Niveau konnten in den letzten Jahren sehr hohe Durchschnittspreise und damit Umsätze in der russischen Stadthotellerie erzielt werden.

Moskau zählt bei den Hotelpreisen kontinuierlich zu den teuersten Städten der Welt. In Kombination mit einem niedrigen Gehaltsniveau der Mitarbeiter wurden operative Gewinne erzielt, von denen andere Städte in Europa nur träumen konnten. Die derzeitige Wirtschaftskrise hat diese Situation etwas getrübt, allerdings sind die Ergebnisse nach wie vor vielversprechend und um einiges höher als in vergleichbaren Hotels in anderen europäischen Städten.

In den Städten fehlen attraktive Hotels

Dennoch wurden in den letzten Monaten zahlreiche Hotelprojekte in ihrer Entwicklungsphase gestoppt. Hauptproblem hierbei ist die Finanzierung von neuen Projekten, obwohl die Nachfrage von Hotelbetreiberseite nach wie vor ungebrochen ist. Aufgrund der fehlenden Hotelkapazitäten in den meisten russischen Städten gehen Fachleute von einer mittelfristigen Erholung des Marktes aus und Investoren und Betreiber sind weiter auf der Suche nach attraktiven Lagen für Hotelprojekte. Nicht nur in der Hauptstadt Moskau und St. Petersburg, sondern auch in den regionalen Städten wie Ekaterinburg, Nowosibirsk, Nischni Novgorod oder Samara.

Resort-Tourismus in den Kinderschuhen

Während die Aktivitäten im Bereich Stadthotellerie ständig steigen, steckt die Entwicklung von Urlaubsdestinationen in Russland noch in den Kinderschuhen. Die russische Schwarzmeer-Küste ist eine der Ausnahmen – mehr als 12 Millionen Gäste verbringen hier jährlich ihren Sommerurlaub. Zusätzlich bieten die Olympischen Spiele, die 2014 in der Region um Sochi stattfinden werden, weitere Entwicklungschancen. Aber auch neue Urlaubsdestinationen nach internationalem Vorbild könnten sich in den nächsten Jahren am Baikal-See, im Altai-Gebirge, auf der Kurischen Nehrung bei Kaliningrad oder in Baschkortostan im Ural entwickeln.

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Der Russland-Profi

Im Team von Kohl & Partner steht seit vergangenem Jahr mit Mag. Christopher Hinteregger ein Russland-Spezialist zur Verfügung. Hinteregger spricht russisch, ist mit einer Russin verheiratet und hat in Russland als touristischer Berater und Projektentwickler gearbeitet. Kohl & Partner war 2006 eines der ersten internationalen Consulting-Unternehmen, das einen touristischen Masterplan für eine Region der Russischen Föderation (Republik Baschkortostan im Ural) erarbeitet hat. Neben touristischen Masterplänen wurden seither auch zahlreiche Hotel- und Infrastrukturprojekte (z. B. eine Hotelentwicklung in Krasnodar oder ein Wasserpark-Projekt in Moskau) von Kohl-&-Partner-Experten begleitet.

Nähere Informationen:
Mag. FH Christopher Hinteregger, Kohl & Partner Wien GmbH, Bahnhofstraße 8, 9500 Villach, Tel.: 01/532 63 35, www.kohl.at ,
christopher.hinteregger@kohl.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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