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Schnitzel mit Stammbaum

17.03.2004

Das „Kulinarische Österreich“, die neue Kooperation von BÖG, AMA und Agrar.Projekt.Verein, setzt ab sofort auf allerbeste österreichische Qualität und kulinarische Destinationen.

Es gab eine Zeit, da ging ohne dem Schlagwort „Globalisierung“ gar nichts. Wie bei jedem Trend, gibt es aber danach auch immer eine Trendumkehr, die da „Regionalisierung“ lautet.
Auf diesem Weg wandelt die BÖG (Beste Österreichische Gastlichkeit) nun mit prominenter Verstärkung. Unter der Dachmarke „Kulinarisches Österreich“ und dem Schulterschluss mit der AMA und dem Agrag.Projekt.Verein (APV) will die bekannte Gastronomie-Kooperation in Zukunft kulinarische Destinationen samt eigenständigem Profil entwickeln, wo Wirte, Hoteliers und landwirtschaftliche Produzenten enge Zusammenarbeit pflegen.

Flugenten und Schweine der ganz besonderen Art
Erstes sichtbares Zeichen dieser Idee ist der neue Führer „Kulinarisches Österreich“, der nicht nur von den BÖG-Wirten kostenlos an Gäste ausgegeben, sondern auch von der AMA verteilt wird.
Oberste Priorität für die AMA ist, dass „Produkte aus dem Hinterland auf die Speisekarte kommen“, wie der Geschäftsführer der AMA-Marketing Dr. Stephan Mikinovic betont. Immerhin verfügt Österreich über so Besonderheiten wie die Waldviertler Flugente und das Mangalitza-Schwein, die einer größeren Allgemeinheit noch kaum bekannt sind. Ein „gefundenes Fressen“ nicht nur für Genießer und Feinspitze, sondern auch für ambitionierte Köche. Präsident Toni Mörwald, selbst Koch, weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, Lebensmittel, die dem Küchenchef selber schmecken, zur Verfügung zu haben. „Die Produkte müssen frisch und authentisch sein, nur so können sich Gäste an den Geschmack und den Genuss wieder erinnern“.

Der Erinnerungseffekt ist gleich ein doppelter, denn nicht nur das Lokal, auch die Region und bei ausländischen Gästen das Urlaubsland verankern sich positiv ins Gedächtnis des Verwöhnten.
Somit punktet Österreich, neben Landschaft und Charme, auch mit dem Urlaubserlebnis „Essen & Trinken“. Für den Geschäfts
führer der Österreich-Werbung, Dr. Arthur Oberascher, sind wir mit rund 8 Millionen Einwohnern und 28 Millionen Gästen deshalb nicht nur Tourismusweltmeister, sondern auch ein Feinschmecker-Laden mit regionaler Vielfalt und Qualität. Kein Wunder also, wenn Landwirtschaftsminister Josef Pröll hocherfreut als Kulinarischer Botschafter für 2004 aktiv wird. Er, der laut Eigenaussage „die Botschaft sichtbar vor sich herträgt“ und gegen die Globalisierung des Geschmacks ist, findet es absolut an der Zeit, dass neue Allianzen geschlossen werden: „Wir setzen nicht auf Masse, sondern auf regionale, typische Produkte, eben auf Schnitzel mit Stammbaum.“ Außerdem hat für ihn die regionale Versorgung einen angenehmen Nebeneffekt: Die Einsparung langer Transporte schont die Umwelt.

Die Produzenten-Adressen für alle Interessierten
Die weiteren Pläne für den Führer „Kulinarisches Österreich“ verriet BÖG-Geschäftsführer Christian Bayr nach der Präsentation: „Ab 2005 wird es auch Unterteilungen in kulinarische Destinationen mit kulinarischen Profilen einer Region geben.“ Das heißt, der Leser erfährt nicht nur, mit welchem landwirtschaftlichen Produzenten der Wirt zusammenarbeitet, sondern auch, wo diese Produkte selbst eingekauft werden können.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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