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Schnitzelhaus gerettet

29.03.2017

Ein traditionsreicher österreichischer Systemgastronom war in Schieflage geraten – und kann jetzt gestärkt weitermachen.

Das im November 2016 eingeleitete Sanierungsverfahren der Food4you GmbH als Eigentümerin der Systemgastronomie Schnitzelhaus konnte per 28.3.2017 erfolgreich abgeschlossen werden. Der vorgelegte Sanierungsplan wurde von den Gläubigern angenommen und die Verbindlichkeiten neu strukturiert. Auch der Betrieb in den rund 20 Standorten konnte in den vergangenen Monaten fortgeführt worden.

Es hatten sich rund 5 Millionen an Verbindlichkeiten angehäuft, seit Food4you die restaurantkette 2014 übernommen hatte und die meisten der bestehenden Franchiseverträge gekündigt hatte, um die Kette selbst zu führen.

Neuer Investor

Als neuen Partner konnte Schnitzelhaus-Eigentümer und ehemaliger McDonald´s Chef Christian Wimmer eine Persönlichkeit mit Branchenerfahrung gewinnen: Peter Ostendorf, der als Vorstand und Miteigentümer bei Ankerbrot bis 2015 die Weichen gestellt hatte.

 „Mit Peter Ostendorf haben wir einen sehr kompetenten Partner gefunden“, freut sich Wimmer. „Er verbindet Unternehmergeist mit Managementerfahrung in Handel und Gastronomie – gemeinsam werden wir Schnitzelhaus wieder in die Erfolgszone führen.“ Ostendorf steigt mit einer „substanziellen“ finanziellen Beteiligung bei Schnitzelhaus ein.

Die Bürden der Vergangenheit

„Ich sehe großes Potenzial für das Schnitzelhaus und freue mich auf eine tolle und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Christian Wimmer und seinem Team “, erklärt Peter Ostendorf. „Denn das Schnitzelhaus hat alle Zutaten für eine erfolgreiche Zukunft: motivierte Mitarbeiter, allseits beliebte Produkte aus Österreich, frische Zubereitung in Top-Qualität sowie eine seit mehr als 25 Jahren gut etablierte Marke.“ Das ist eine starke Ansage für diesen doch hart umkämpften Markt. Und dieses rosarote Bild haben die Vorgänge der letzten Zeit doch etwas getrübt: Mit den alten Franchisenehmern gab es Probleme hinsichtlich Qualität, Sauberkeit und Hygiene. Letztes Jahr konnten nicht mehr alle Löhne und Gehälter gezahlt werden, es kam zu Kündigungen und der Schließung einiger Filialen. Doch jetzt soll alles wieder besser werden. In Eigenregie an besseren Standorten.

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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