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Schokolade ist gesund

19.07.2006

Die Schokoladenseiten des Genusses: Die Wissenschaft stellt der Kakaobohne ein gutes Zeugnis aus. Was viele Schokolade-Liebhaber schon lange wussten, bestätigt nun auch die Wissenschaft: Dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil ist - in vernünftigem Maße genossen - gesund. Denn die Kakaobohne enthält gesundheitsfördernde Substanzen, die sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirken können.

Bereits bei den Inka und Azteken waren die Früchte des Kakaobaumes für ihre Wirkung bekannt und geschätzt. Sie stellten ein mit Chili und anderen Gewürzen verfeinertes, dickflüssiges Getränk her, das den Kriegern als stärkende und schmerzstillende Mahlzeit gereicht wurde. Was die Azteken schon ahnten, ist nun auch bewiesen: Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass dunkle Schokolade mit einem hohem Kakaoanteil ein gesundheitsförderndes Potenzial hat. Verantwortlich dafür sind verschiedene in den Früchten des Kakaobaumes enthaltene Substanzen, wie zum Beispiel Catechine. Die zur Familie der Flavonoide zählenden phenolischen Pflanzenstoffe sind starke Antioxidantien. Sie verbessern die Beschaffenheit der Blutgefäß-Innenwände und tragen zur optimalen Fließeigenschaft des Blutes bei, so die Wissenschaft. Das ist eine mögliche Erklärung dafür, dass in mehreren wissenschaftlichen Studien ein direkter Zusammenhang zwischen hoher Flavonoid-Aufnahme und geringem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beobachtet wurde.
Schokolade macht ­glücklich
Und noch einen weiteren positiven Effekt der flavonoidreichen Kakaobohne hat die Wissenschaft festgestellt: Im Rahmen einer Studie an der Universität Köln fanden Pharmakologen Hinweise darauf, dass der Verzehr dunkler Schokolade bei einer bestimmten Form von Bluthochdruck möglicherweise zu dessen Senkung beitragen kann.
Dass Kakao sehr nahrhaft, delikat und auf geheimnisvolle Weise anregend für Leib und Seele ist, das wussten die Azteken wie auch Giacomo Casanova und Marie Antoinette. Die Frage lautet schon lange nicht mehr, ob Schokolade glücklich macht, sondern wie sie das macht. Mehr als 300 chemische Stoffe hat man in Schokolade gefunden. Die Wirkung der einzelnen Substanzen konnte man zwar nachweisen, dennoch ist es bisher aber nicht gelungen, die Stoffe in der komplexen Verbindung Schokolade in ihrer Wirkung zu analysieren. Nichtsdestotrotz gibt es eine Vielzahl von Beobachtungen und Hypothesen.
Eine Theorie besagt zum Beispiel, dass das Gehirn beim Genuss von Schokolade Beta-Endorphin freisetzt, ein körpereigener Stoff, der augenblicklich zu einem Wohlgefühl führt. „Daher erzeugt der Konsum von Schokolade angenehme Gefühle und trägt zu allgemeiner Entspannung bei“, erklärt Peter Rogers vom Institute of Food Research in Norwich. Schokolade bewirkt zudem eine vermehrte Ausschüttung von Serotonin im Gehirn. Dieser Botenstoff sorgt nicht nur für bessere Laune, sondern er steigert auch die Konzentrationsfähigkeit und gibt neuen Antrieb.
Generell gilt: Wie viele gesundheitsfördernde Stoffe tatsächlich in der Schokolade sind, hängt von ihrer Verarbeitung ab. Wissenschaftliche Studien bestätigen also, was viele Schokolade­genießer schon immer wussten: Schokolade ist, in vernünftigem Maße genossen, gesund. Das gilt vor allem für Liebhaber von Schokoladesorten mit einem hohen Kakaoanteil.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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