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Schon wieder versuchte Erpressung: Achtung vor Gandcrab 5.2 !

10.04.2019

Eine neue Spamwelle, bislang vor allem in Deutschland, mit dem Verschlüsselungstrojaner Gandcrab zielt vor allem auf gastronomische Betriebe. Darin wird behauptet, dass sich jemand nach einem Besuch im Restaurant des Empfängers der Mail eine Lebensmittelvergiftung zugezogen hätte, warnt das Landeskriminalamt Niedersachsen.

In die Mail ist das Foto einer Frau mit gerötetem und geschwollenem Gesicht eingebunden. Im Text fallen die Stichwörter Anwalt und Arzt, dessen Diagnose angeblich im Anhang zu finden ist. Ziel der kriminellen Absender ist es natürlich, dass der Empfänger den Anhang sofort und ohne Nachdenken öffnet - sei es vor Schreck oder aus Neugier.

So gelangt der Trojaner Gandcrab 5.2 auf den Rechner, der alle Daten verschlüsselt - gegebenenfalls auch auf anderen Computern im Netzwerk. Im Gegensatz zu Vorgängerversionen gibt es für Gandcrab 5.2 noch kein Tool, mit dem Opfer der Angriffe ihre Daten wieder entschlüsseln können.

Angebliche Lebensmittelvergiftung

Der Berliner Gourmet-Tempel Nobelhart & Schmutzig und andere deutsche Restaurants haben die E-Mail erhalten. Darin heißt es unter anderem: „Wir haben anfangs geglaubt, es handele sich um eine Allergie-Reaktion, aber es lag wohl eher an der Qualität der Speisen, die Sie uns serviert haben. Mein Anwalt bereitet eine Klage vor und als Anhang erhalten Sie die anfängliche Meinung des Arztes.“ Genau dieser Anhang ist es, der – einmal geöffnet – den Trojaner ins System schleust.

Als wichtigste Sicherheitsmaßnahme empfiehlt die Polizei neben Vorsicht deshalb, die sogenannte Makrofunktion in den Einstellungen der jeweils genutzten Office-Anwendung zu deaktivieren. Denn in den angehängten Dokumenten versteckte Makros sind das Einfallstor für den Trojaner. Bei Makros handelt es sich um automatisierte Befehlsabfolgen. Grundsätzlich sind aber regelmäßige Backups aller Daten auf externen Datenträgern der beste Schutz vor Verschlüsselungstrojanern (Ransomware).

DPA/RED

Hier geht's zur Meldung der Polizei Niedersachsen: www.polizei-praevention.de

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