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Schulprojekte mit Erfolg

16.12.2005

Die Länderkammern bemühen sich sehr, junge Menschen über die Tourismusberufe ehrlich zu informieren und dadurch auch das Image zu heben. In der Steiermark ist „Get a Job“ sehr erfolgreich.

Die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Steiermark hat vor nunmehr fünf Jahren gemeinsam mit den Fachschulen für Land- und Ernährungswirtschaft das Projekt „Get a Job“ ins Leben gerufen.
An die 100 junge Menschen konnten für eine Ausbildung im Tourismus gewonnen werden.
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit für den steirischen Tourismus ist die Verbesserung der Attraktivität der Arbeit im Tourismus. Zahlreiche Beispiele im In- und Ausland zeigen, welche Karrieremöglichkeiten auch im Tourismus gegeben sind. Häufig wird die Arbeit im Tourismus negativ gesehen (Nacht- bzw. Wochenendarbeit). Durch ein Kennenlernen der tatsächlichen Betriebsabläufe konnten im Rahmen von „Get a Job“ viele Vorurteile abgebaut werden und auch die „Sonnenseiten“ einer touristischen Arbeit festgestellt werden.
Lehrzeiteinrechnung
Nach dem Berufsausbildungsgesetz (BGBl. 23/93) mit der Verordnung BGBL 258/94 wird
den Absolventen einer zweijährigen Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft ein Lehrjahr für den Lehrberuf Koch/Köchin eingerechnet. Für den Lehrberuf Hotel- und GastgewerbeassistentIn und Restaurantfachmann/-frau werden zehn Lehrmonate eingerechnet. Beim Nachweis einer einschlägigen Praxis von zwei Monaten wird auch in den letztgenannten Berufen ein Jahr eingerechnet.
Neues Ausbildungsmodell
In Kooperation mit der Wirtschaftskammer – Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft – wurde folgendes Ausbildungsmodell für Tourismusberufe festgelegt:
In einer dreijährigen Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft mit dem Schwerpunkt „Tourismus“ und einem anschließenden einjährigen Praktikum in Tourismusbetrieben können Köche/Köchinnen oder Restaurantfachmänner/-frauen ausgebildet werden.

Die dreijährige Fachschulzeit schließt mit einer kommissionellen Abschlussprüfung, die die theoretische Lehrabschlussprüfung ersetzt.
Die praktische Lehrabschlussprüfung wird am WIFI Steiermark nach dem Praxisjahr absolviert. Im Praxisjahr wird der/die PraktikantIn nach der Lehrlingsentschädigung 4. Lehrjahr (Doppellehre) bezahlt.

Merkmale von „Get a Job“
- Persönlichkeitsfördernd: Schüler arbeiten im Team – selbständig und selbstverantwortlich, sie trainieren Kommunikation, Auftreten und Teamfähigkeit
- Schule stärkend: Lehrer/innen arbeiten im Team, fächerübergreifend und wirtschaftsnah
- Praxisnah: Berufe und ihre Anforderungen vor Ort erkunden
- Berufswahlfördernd: Schüler/innen erhalten die Möglichkeit, durch „Hinschauen und Kennenlernen“ Vorurteile gegenüber den Tourismusberufen abzubauen
- Imagefördernd: Image der Tourismusberufe bei Jugendlichen, Lehrer/innen, Eltern fördern. Image der Schulen in der regionalen Wirtschaft „pflegen.“

Weitere Erfolgsprojekte:
Wien
In der „Woche der Betriebsinformation“, die jährlich Ende Jänner stattfindet, werden etwa 1.800 Schüler informiert. Wichtig dabei ist auch die Bewusstseinsbildung bei deren Lehrern.
Kärnten
Bei „Come and See“ (April oder Mai) werden die Berufe nicht in der Schule, sondern direkt vor Ort in ausgewählten Lehrbetrieben von Lehrlingen vorgestellt.
Vorarlberg
Auf der WIFO-Messe (alle zwei Jahre im November) gibt es klassenweise Informationen mit Showkochen. Eine eigene Arbeitsgruppe geht außerdem in die Schulen.
Niederösterreich
Jährlich alternierend findet in Geras und Waldegg ein „Tag der offenen Tür“ statt.
Salzburg
Die Initiative „Get a Job“ dauert etwa ein Semester und soll Hauptschülern wie Schülern des Polytechnikum Tourismusberufe objektiv näher bringen.
Tirol
Kammerfunktionäre auf Bezirksebene gehen in die Schulen und stellen die Lehrberufe vor, wobei auch Einladungen in Betriebe zum praktischen Kennenlernen vorgesehen sind.
Burgenland
Auch im Burgenland wird in die Schulen gegangen, um über Berufe zu informieren. Da das Bundesland jedoch klein ist, werden dabei alle Berufe behandelt.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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