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Schwein muss man haben

09.03.2011

AMA-Schweinefleischkennzeichnung „SUS“ geht in Echtbetrieb. Schweinefleisch ist mit Abstand das heimische Lieblingsfleisch. 40 Kilo verzehrt jeder Österreicher jährlich im Durchschnitt.

Zurzeit existiert bei Schweinefleisch keine gesetzliche Definition der Herkunft und auch keinerlei gesetzliche Vorgabe, an einem Schweinefleischkennzeichnungssystem teilzunehmen, wie das etwa bei Rind- und Kalbafleisch der Fall ist. Das „SUS“-System soll diese Lücke schließen

 Grund genug für die AMA, jetzt nach einem Probejahr mit dem Kennzeichnungs- und Herkunftssystem „Sus“ (lat. für Schwein) in Echtbetrieb zu gehen. Dabei erhält Fleisch von Schweinen, die in Österreich geboren, aufgezogen und geschlachtet wurden das „Triple A“ „AAA“ verliehen. Neben der Herkunft können auf freiwilliger Basis des Züchters auch einzelne Angaben zur Qualität (z. B. pH-Wert) und zur Produktionsweise (z. B. Freilandhaltung, Gentechnikfreiheit) oder zu Markenprogrammen (z. B. Tullnerfelder Schwein) abgesichert werden, die dann auf dem SUS-Logo auch vermerkt werden.

„Unsere Konsumenten haben ein Recht, auf die Richtigkeit der Angaben vertrauen zu können, insbesondere, wenn es um Lebensmittel geht. Eine eindeutige Herkunfts- und Qualitätsauslobung ist mittlerweile zur wichtigsten Vertrauensfrage geworden, was beim jüngsten Dioxin-Skandal in Deutschland wieder mehr als deutlich geworden ist“, lobte Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich das neue Kennzeichnungssystem bei der dieser Tage erfolgten Präsentation in Wien.

„Die Teilnahme an ‚Sus‘ ist freiwillig. Deshalb ist die Akzeptanz des Systems in der Praxis besonders wichtig. Der Nutzen für die Teilnehmer liegt in der erhöhten Glaubwürdigkeit der gemachten Angaben. Da alle Beteiligten am Prozess, also Landwirt, Schlachthof, Zerlegebetrieb und Handel in das System integriert sind, ist eine lückenlose Nachvollziehbarkeit möglich. Dies wird durch unabhängige Kontrollen überprüft und gewährleistet“, erläutert Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA Marketing, das System.
„Sus“, das nur die Kriterien auslobt, die individuell vom Produzenten festgelegt werden, steht deswegen auch nicht in Konkurrenz zum AMA-Gütesiegel. Dieses bleibt nach wie vor die „Königsklasse“ mit einer ganzen Palette von fix vorgegebenen Qualitäts- und Herkunftskriterien. CKS

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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