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Schweizer Gäste bleiben Österreich treu

12.08.2010

ÖW-Wien. Die Schweizer Gäste verzeichnen in der aktuellen Statistik nicht nur erfreuliche Ankunfts- und Nächtigungszuwächse, sondern sind mit ihren hohen Wiederbesuchsabsichten auch treue Gäste, die außerdem über eine gute Finanzkraft verfügen.

Die erste Halbjahresbilanz der Ankunfts- und Nächtigungszahlen weist erfreuliche Zahlen aus: mit einem Zuwachs von 2,9% bei den Ankünften und von 0,2% bei den Nächtigungen ist der österreichische Tourismus gut für den weiteren Jahresverlauf gerüstet. Besonders erfreulich ist dabei die Entwicklung eines traditionellen Sommer-Herkunftsmarktes: die Schweizer Gäste sorgten von Jänner bis Juni für ein Plus von 4,4% bei den Ankünften sowie ein Plus von 3,3 % bei den Nächtigungen.

 

Drittgrößter Auslandsmarkt

Die gute Position Österreichs auf dem Schweizer Markt spiegelt sich auch in der längerfristigen Entwicklung der Ankünfte und Nächtigungen wider: Österreich konnte von 2000 bis 2009 die Nächtigungen aus der Schweiz um 26% auf 3.641.860 steigern. Die Ankünfte legten im selben Zeitraum um 35% auf 994.589 zu. Die Schweiz ist damit nach Nächtigungen der drittgrößte ausländische Herkunftsmarkt für den österreichischen Tourismus.  Aus Daten der Gästebefragung T-MONA (Tourismus Monitor Austria)* erstellte die Österreich Werbung jüngst ein Profil zum Schweizer Sommerurlauber. „Österreich gehört zu den Top 5 Reisezielen der Schweizer.

 

Anreise per Auto

Die Schweizer Gäste schätzen an unserem Land neben den landschaftlichen Schönheiten und dem kulturellen Angebot vor allem unsere Gastfreundschaft und Serviceorientiertheit. Auch die hohe Qualität der Hotellerie, das gute Preis-/Leistungsverhältnis sowie die regionalen Köstlichkeiten aus Küche und Keller werden gelobt. Und natürlich spielt die gute Erreichbarkeit eine wesentliche Rolle für die Wahl Österreichs als Urlaubsdestination.“, erklärt Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung, die Zuwächse aus dem Schweizer Markt. Die Anreise erfolgt in den meisten Fällen (77%) mit dem eigenen PKW. Kein Wunder, bleiben doch die meisten Schweizer im Österreich-Urlaub in der Nähe ihrer Landesgrenzen: im Sommer 2009 entfielen 55,5% der Schweizer Nächtigungen auf das leicht erreichbare Tirol, 14,1% auf Vorarlberg. Die beliebtesten Orte waren Wien, Seefeld und Serfaus.

 

Gebildet, hohes Einkommen, Pärchenurlauber

Der typische Schweizer Sommergast weist ein überdurchschnittlich hohes Bildungsniveau auf: mehr als 40% verfügen über einen Universitäts-/Fachhoch-schulabschluss. Mit einem Durchschnittsalter von 49 Jahren ist der Schweizer etwas älter als der österreichische Sommergast generell (45,5 Jahre). Die Eidgenossen sind in Österreich klassische „Pärchenurlauber“: Jeder zweite verreist gerne mit dem Partner oder der Partnerin, also deutlich seltener im Kreis der Familie als Urlauber aus anderen Nationen. Die durchschnittlichen Tagesausgaben pro Schweizer Urlaubsgast liegen bei 133,- Euro – sie liegen damit deutlich über dem Wert der Sommerurlauber generell (107,- Euro). Die hohen Tagesausgaben spiegeln sich auch in der Unterkunftswahl wider: eine große Mehrheit der Schweizer Urlaubsgäste entscheidet sich für eine Unterkunft in einem 4/5* Betrieb (68%).

 

Hohe Zufriedenheit und Wiederbesuchsabsicht

Schweizer Urlauber sind sehr zufriedene Gäste. 96% zeigten sich von ihrem Sommerurlaub „äußerst begeistert“ oder „begeistert“, damit liegt die Gesamtzufriedenheit über dem Niveau der durchschnittlichen Österreich-Urlauber. 88% gaben an, sicher wieder nach Österreich kommen zu wollen. Auffallend ist auch der hohe Anteil an Wieder-Besuchern: die große Mehrheit der Gäste urlaubte bereits in Österreich. Die Schweizer stellen im Ländervergleich den dritthöchsten Anteil an Stammgästen (26 Prozent).

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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