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Trotz des abermaligen Nächtigungsrekordes 2013 ist der Wiener Hotelmarkt heiß umkämpft.

Schwieriges Marktumfeld für die Wiener Hotellerie

12.02.2014

Wien. Wien konnte sich 2013 mit 12,7 Mio. Nächtigungen über ein weiteres Rekordjahr freuen. Doch für die Hotelbetriebe der Bundeshauptstadt war es trotzdem ein durchwachsenes Jahr. Das zeigt der neue Report zum Wiener Hotelmarkt der Hotel- und Tourismusberatung Kohl & Partner.

Wien gehört zu den Top-Städtedestinationen in Europa. Bester Beweis dafür ist das Plus von 3,7 Prozent bei den Nächtigungen im vergangenen Jahr. Dennoch ist der Wiener Hotelmarkt ein schwieriger. Immerhin gibt es seit letzem Jahr um rund 2.000 Hotelbetten mehr in Wien. Ein Kapazitätszuwachs den viele Hoteliers stark spürten, trotz Ankunftssteigerung und Nächtigungsrekord. Das zeigt sich an der Jahres-Zimmerauslastung, die von 71 Prozent (2012) auf 70,63 Prozent (2013) gesunken ist und auch an der durchschnittlichen Zimmerate. Hier mussten die Wiener Betriebe sogar ein Minus von 4 Prozent gegenüber 2012 verkraften. Mit 94,38 Euro lag 2013 der durchschnittliche Zimmerpreis sogar unter dem Wert von 2009.

Zimmerzuwächse größer als Nächtigungsplus
„Die positive Entwicklung der Zimmerrate in den letzten beiden Jahren konnte im Jahr 2013 nicht fortgesetzt werden. Neben der rückläufigen Preisentwicklung drücken gestiegene Kosten auf den Ertrag“, kommentiert Matthias Hautli, Geschäftsleiter des Wiener Büros von Kohl & Partner das Ergebnis. Damit sich dieser Trend nicht fortsetzt, braucht es auch weiterhin eine positive Entwicklung bei der Nachfrage. Genau genommen braucht es sogar eine noch stärkere Entwicklung und das obwohl in den letzten zehn Jahren die Nächtigungen in Wien um 51 Prozent gestiegen sind. Denn die Zimmerzuwächse sind größer als das Nächtigungsplus. Dazu kommt, dass die Hotelkategorien von den Zuwächsen unterschiedlich profitieren.

Trend geht zu niedrigen Kategorien
Das 1-Sterne bis 3-Sterne-Segment konnte von 2004 bis 2013 Nächtigungsanteile gewinnen, bei der 5-Sterne-Hotellerie blieben die Gesamtnächtigungen konstant, die 4-Sterne-Hotellerie musste hingegen, trotz stärkster Bettenzuwächse, Nächtigungseinbußen hinnehmen. „Die Anteile am Gesamtkuchen haben sich in Richtung Hotels niedrigerer Kategorien mit reduzierter Zimmerfläche und Serviceleistung verschoben. Diese neu auf den Markt gekommenen Beherbergungsbetriebe treffen derzeit den Geist moderner Reisender“, meint Hautli. Auch heuer wird es wieder etliche Neueröffnungen geben. In Kürze wird beispielsweise das neue Meliá Vienna im DC Tower 1, Österreichs höchstem Wolkenkratzer, an den Start gehen. Und im Juni soll das Park Hyatt in der Wiener Innenstadt eröffnet werden. Aber auch im Bereich der Budget-Hotels tut sich was. Motel One plant im November dieses Jahres die Eröffnung des dritten Hauses am Wiener Hauptbahnhof.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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