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Sicherheitsrisken abschätzen

10.04.2003

Selbsteinschätzung und Tatsache unterscheiden sich teilweise erheblich. Die Ursache hierfür liegt oft darin, dass Betriebe sich vieler Gefahren nicht bewusst sind. Und nur derjenige, der um seine Sicherheitsrisiken weiß, kann sich auch wirksam davor schützen. Die größte Sicherheitsbedrohung geht sicher von Viren und externen Zugriffen aus.
Die ÖHV geht davon aus, dass maximal ein Viertel der Hotels über eine geeignete Sicherheitslösung verfügt. Die meisten Schutzvorrichtungen werden erst eingerichtet, wenn etwas passiert ist, also ihre Hotelsoftware bereits von Viren befallen wurde. Generell sollte man sieben Prozent des IT Budgets für Sicherheitslösungen kalkulieren.

Sicherheitsvorkehrungen im Mitarbeiterbereich

Die größte Gefahr entsteht nicht durch Angriffe von außen. Sie geht vielmehr von Mitarbeitern aus. Einerseits passiert das aus Unwissenheit, andererseits durch unzufriedene Mitarbeiter. Eine besondere Gefahr stellen Rezeptionsmitarbeiter dar, die zu einem Mitbewerber wechseln. Um solche Datenklau-Attacken zu verhindern, müssen Sicherheitsmaßnahmen schon im Vorfeld getroffen werden. Zweckmäßig wäre es, von Rezeptionsmitarbeitern entsprechende Erklärungen über die Geheimhaltung von Daten sowie Einhaltung von Datenschutzbestimmungen unterschreiben zu lassen. Solche Vereinbarungen wirken aber nur zwischen dem Dienstgeber und dem Dienstnehmer, nicht jedoch gegenüber Dritten. Es kann somit nicht ausgeschlossen werden, dass Dritte im Falle der Verletzung von Datenschutzrechten gegen den Hotelier vorgehen.

Internet-Surfen für Gäste und Mitarbeiter

Lässt man seine Gäste und Mitarbeiter im ganzen Internet surfen, so kann sie das dazu verleiten, auch eindeutig unangebrachte Seiten zu besuchen. Schützen Sie auch den Internetbereich mit einer eigenen Filtertechnologie.

Das Ein mal Eins der Virussprache

Virus: Oberbegriff für Software, die sich von selbst vermehrt und sich von Rechner zu Rechner ausbreitet, für gewöhnlich ohne Kenntnis der Benutzer. Viren verbreiten sich typischerweise über E-Mail-Anhänge oder Dateien, die über Diskette, Internet-Downloads, lokales Netzwerk oder verpackte Programme weitergegeben werden.
Folgende Typen gibt es:
Trojanisches Pferd (Trojaner): Virus, der in einer unschuldig aussehenden Datei versteckt ist und unbemerkt Daten des Benutzers versendet. SirCam ist ein solcher Trojaner, der aber auch Eigenschaften eines Wurms aufweist.
Wurm: Virus, der sich selbständig ausbreitet, indem er sich an alle Einträge im E-Mail-Adressbuch des Benutzers versendet. Abgesehen von der Verstopfung von Leitungen und Postfächern richten Würmer im Allgemeinen keinen Schaden an.
Hoax: „Streich“, falsche Viruswarnung
Cookies: Normalerweise harmlose Dateien, die von Webservern auf der Festplatte abgelegt werden, um den Besucher identifizieren zu können. Ein Cookie sorgt z. B. dafür, dass Kunden bzw. registrierte Benutzer beim nächsten Besuch mit Namen begrüßt werden, aber auch dafür, dass Warenkörbe in Webshops funktionieren u. ä.
Attachment: englisch für „Dateianhang“, d. h.: eine Datei, die mit einer E-Mail verschickt wird. Viren verbreiten sich meist als Dateianhänge. Die Nachricht selbst ist in der Regel nicht infiziert – erst wenn der Anhang geöffnet wird, startet sich der Virus.
Backdoor: „Hintertür“, durch die ein „Trojaner“ Informationen über den befallenen Rechner an den Absender des Virus versendet.
Key-Logger: Eine einfache, aber effektive Möglichkeit, Rechner auszuspionieren. Sämtliche Tastatureingaben – darunter auch Passwörter, Konto- und Kreditkartennummern und andere sensible Informationen – werden gespeichert und über eine Backdoor im System an Dritte weiter geleitet.
EXE-Datei: Unter Microsoft Windows ausführbare Programm-Dateien. Praktisch jedes Windows-Programm wird mit Hilfe einer EXE-Datei ausgeführt, leider auch Viren. Die Bezeichnung kommt vom Dateianhang .exe, der Kurzform von „executable“ (ausführbar). In der Standard-Einstellung zeigt Windows solche Dateianhänge meist nicht an. Um im Notfall auf der Hut zu sein, sollten Sie dies ändern.
Spam: Werbemails, die unverlangt in großen Massen verschickt werden; lästig, aber nicht schädlich. Die Absender der Mails sind in der Regel nicht zu ermitteln, da sie sich gefälschter Absenderadressen bedienen oder aber die Adresse sofort löschen, von der die Sendung erfolgt ist.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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