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Sichtbare Trennung

04.06.2013

Google im Kreuzfeuer der Europäischen Hotellerie: Strengere Regeln bei Suche gefordert. „Irreführung der Konsumenten bei Hotelsuche soll Riegel vorgeschoben werden“ - HOTREC fordert erkennbare Trennung zu kommerziellen Suchergebnissen.

Der Dachverband der Europäischen Hotel- und Gastgewerbeverbände (HOTREC) schließt sich dem Aufruf der Europäischen Kommission an und fordert eine strengere Regelung für Hotelsuche-Ergebnisse über Google. Bei der Suche über die einflussreichste Suchmaschine im Internet muss, so die HOTREC, an oberster Stelle der Ergebnisse die direkte Verbindung zu den gesuchten Betrieben zu sehen sein und nicht - wie bisher - bezahlte Anzeige oder Links zu anderen Google-Diensten. „Dass Werbeschaltungen an erster Stelle - noch vor den eigentlichen Suchergebnissen - gezeigt werden, führt ganz klar den Konsumenten in die Irre und verleitet ihn dazu, diese anzuklicken. Dies stellt ein Wettbewerbsnachteil für die gesuchten Betriebe - also die Hotellerie - dar.

Werbung verdrängt

Speziell für die kleinen und mittleren Unternehmen ist es entscheidend, in den Suchergebnissen nicht durch Werbung und Links anderer, teils von Google betriebener, kommerzieller Dienste, immer weiter nach unten verdrängt zu werden“, kritisiert Klaus Ennemoser, Bundesobmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), der die Initiative der HOTREC unterstützt.

HOTREC fordert eine klare und sichtbare Trennung aller kommerziellen Suchergebnisse von "echten" Ergebnissen auf Google, die für Nutzer und Suchende deutlich erkennbar ist.  Darüber hinaus soll verboten werden, Hotel-Namen ohne Zustimmung für Anzeigen und Suchergebnisse zu missbrauchen. Die Reaktion Googles auf den Aufruf der EU-Kommission ist für die HOTREC nicht weitreichend genug: „Die Zusagen und Angebote von Google, die dazu dienen sollen, die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Kommission auszuräumen, sind prinzipiell begrüßenswert, aus unserer Sicht aber nicht ausreichend.

Wir fordern hier ganz klar eine strengere Regulierung", betont Kent Nyström, Präsident von HOTREC.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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