Direkt zum Inhalt

"Silvretta Montafon" aus der Taufe gehoben

19.11.2008

Die Silvretta Nova-Gruppe und ihre Mehrheitseigentümerin Bank für Tirol und Vorarlberg präsentierten vor wenigen Tagen in Gaschurn ihre Zukunftspläne für die Urlaubsdestination Montafon. Gemeinsam mit Ecosign, einem weltweit führenden Beratungsunternehmen für die Entwicklung und Optimierung von Skigebieten, wurde in den vergangenen sechs Monaten ein umfassender Masterplan für die Skigebiete Silvretta Nova und Hochjoch ausgearbeitet.

Peter Gaugg, Vorstandsvorsitzender der BTV, und Georg Hoblik , Vorstandsvorsitzender der Silvretta Nova-Gruppe, enthüllen die Marke "Silvretta Montafon" für das neue Skigebiet

„Wir werden wie angekündigt in den kommenden Jahren rund 70 Millionen Euro für den Ausbau und die Modernisierung der Silvretta Nova und Montafoner Hochjochbahnen in die Hand nehmen“, sagt Peter Gaugg, BTV-Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsratsvorsitzender der Silvretta Nova-Gruppe. Dabei sieht sich die Gruppe nicht nur als Bergbahn-Betreiber sondern auch als Destinationsentwickler für das gesamte Montafon. „Gemeinsam mit den touristischen und politischen Entscheidungsträgern im Tal möchten wir unseren Gästen das perfekte Urlaubs- und Bergerlebnis bieten und durch unsere Investitionstätigkeit Impulsgeber für die Hoteliers und touristischen Dienstleister sein“, so Gaugg weiter. Der Verantwortung als Leitbetrieb ist sich die Silvretta Nova-Gruppe auch bei den Mitarbeitern bewusst. Bereits in der heurigen Wintersaison werden knapp 1.000 Personen beschäftigt, in fünf Jahren soll der Mitarbeiterstand auf 1.200 anwachsen.

Neue Marke „Silvretta Montafon“

Den Neustart für die Skigebiete Silvretta Nova und die Montafoner Hochjochbahnen, an denen die Silvretta Nova-Gruppe die Mehrheit hält, wird auch in der neuen und gemeinsamen Marke „Silvretta Montafon“ erkennbar sein. Der neue Auftritt soll sowohl die touristischen Leistungsträger im Tal miteinander verbinden als auch das Montafon bei den Zielgruppen als eine geschlossene Urlaubsdestination präsentieren. Die Investitionen der kommenden Jahre werden sich von der Infrastruktur am Berg, über eine durchgängige Dienstleistungskette bis hin zu Innovationen und neuen Angeboten erstrecken. So werden in der Silvretta Nova zwei neue Zubringer- sowie sechs neue Sesselbahnen errichtet, am Hochjoch wird ebenso in zwei neue Zubringer- und drei neue Sesselbahnen investiert.

Transparenz und Dialog

Bei allen Investitionen im Skigebiet setzen die Verantwortlichen von Anfang an auf Transparenz und Information. „Besonderen Wert legen wir auf den Dialog mit Behörden und Interessengruppen, denn nur gemeinsam und im Konsens können wir die Zukunft für das Montafon und seine Bewohner gestalten“, so Georg Hoblik, Vorstandsvorsitzender der Silvretta Nova-Gruppe. Erste Gespräche mit den zuständigen Landesbehörden hätten bereits stattgefunden.

Silvretta Nova und Hochjoch wachsen zusammen

Eine der wohl zukunftsträchtigsten Strategien ist die Verbindung der beiden Skigebiete. Von St. Gallenkirch wird es eine neue Verbindung über das Grasjoch zum Hochjoch geben. Zu diesem Zwecke wird die bestehende Talstation Valisera in St. Gallenkirch zum zentralen Verkehrsknotenpunkt ausgebaut. Die Vision: Die Gäste reisen per Zug der Montafoner Bahn in das Skigebiet und steigen direkt vom Bahnsteig in die Seilbahn um. Darüber hinaus soll die Talstation zu einer attraktiven Flanier-Meile mit Geschäften und Restaurants entwickelt werden.

Wellnesssoase in der Bergstation

Auch in die Gastronomie am Berg soll investiert werden: Binnen der nächsten drei Jahre wird ein neues Gebäude mit Bergrestaurant die bestehende Bergstation Valisera ablösen. Dieses wird auf 2.100 Meter Höhe eine der höchstgelegenen Wellness- und Erholungsoasen der Welt inkludieren. Ebenso sollen ein neues Restaurant am Schwarzköpfle und ein Panoramarestaurant am Kreuzjoch kulinarische Erlebnisse am Berg bieten. Neben der Infrastruktur liegt besonderes Augenmerk auf Dienstleistungsqualität. Der Gast soll in seinem Urlaub von einer durchgehenden Dienstleistungskette vom Berg bis in das Tal überrascht werden. So kann der Urlauber seine Skitickets bereits heute von zu Hause aus über das Internet buchen oder schon bald mit seinem Auto direkt bis vor die Talstation fahren und sein Auto von einem Servicemitarbeiter parken lassen. Hoblik: „Wir werden dem Gast auch anbieten, frühmorgens mit dem Pisten-Bully mitzufahren und als Erster seine Schwünge auf der selbst präparierten Piste zu machen.“ Darüber hinaus wird es auch einen Familien-Pass für Patchwork-Familien geben, so Hoblik. Durch kreatives Marketing sollen so neue Gästeschichten generiert werden.

Silvretta Montafon setzt auf junge Familien

Verbessertes Angebot und Qualitätssteigerungen sollen allerdings nicht zur Verteuerung der Skitickets oder zu einer Entwicklung hin zu einem Edel-Skiparadies führen. Die neue Marke „Silvretta Montafon“ will stattdessen in Zukunft verstärkt auf junge Familien und Jugendliche setzen. Das geografische Haupteinzugsgebiet für das neue Skigebiet umfasst einen Radius von fünf Autostunden für die Anreise. Es sollen aber auch internationale Urlauber angesprochen werden, da diese aufgrund einer weiteren Anreise auch längere Aufenthalte buchen.

Gemeinsam an einem Strang ziehen

Das Angebot muss aber nicht nur am Berg, sondern auch im Tal stimmen. Denn Analysen haben niedrige Auslastungszahlen in den Unterkünften ergeben – auch während der Hochsaison im Winter. Aus diesem Grund sei es unabdingbar, dass alle Touristiker im Montafon an einem Strang ziehen und die Urlaubsdestination in den Zielmärkten gemeinsam besser vermarkten. „Hier ist vor allem die Ansprache von Reise- und Incomingbüros bedeutend, die neue Gäste ins Tal bringen“, erklärt Georg Hoblik. Bis dato würden lediglich vier Prozent der Gäste über das Reisebüro buchen. In anderen Regionen liege diese Zahl um das Dreifache höher. Hierfür sei aber eine zentrale Buchungsstelle Voraussetzung, die für enge Vernetzung der Beherbergungsbetriebe sorgt und die Bettenkapazitäten auf aktuellem Stand hält.

Zukunftsorientiertes Destinationsmanagement

„Vor einem Jahr haben wir die Silvretta Nova-Gruppe mit dem Ziel übernommen, das Montafon zu einer führenden Urlaubsdestination zu entwickeln. Ich bin mir sicher, dass uns dies mit dem vorliegenden Konzept auch gelingen wird“, hält Gaugg fest.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Nächtigungsgäste im Ländle dürfen ab sofort bis 1 Uhr konsumieren.
Hotellerie
29.09.2020

Für Hotelgäste gilt die vorverlegte Sperrstunde nicht mehr, sie dürfen bis 1 Uhr konsumieren.

Gastronomie
10.09.2020

Die Nacht- und Eventgastronomie durchlebt eine schwere Krise. Viele Unternehmer stehen vor dem finanziellen Ruin und fühlen sich im Stich gelassen. Manche gleiten unternehmerisch in die ...

Tourismus
10.01.2020

Piesendorf im Pinzgau soll mit vier Liftanlagen samt dazugehörigen Pisten an das Skigebiet Schmittenhöhe angeschlossen werden.  Damit würde man auch Anschluss an das größte Skigebiet Österreichs ...

Geplante Skipiste (rot) mit Mittelstation (blau) am Mittelbergferner Gletscher - laut WWF auf Grundlage der eingereichten Unterlagen.
Tourismus
07.01.2020

Umweltverbände laufen seit Monaten Sturm gegen die geplante Verbindung der Skigebiete am Ötztaler und Pitztaler Gletscher – und schrecken dabei auch nicht vor teilweise maßlosen Übertreibungen ...

V. l.: Manuel Bitschnau, GF Montafon Tourismus GmbH, Elmar Müller, Prokurist der Kleinwalsertal Tourismus eGen., Urs Treuthardt, GF Bodensee Vorarlberg Tourismus, Kerstin Biedermann-Smith, GF Alpenregion Vorarlberg Tourismus, Andrew Nussbaumer, Stv. Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft, Michael Schwarzenbacher, Restaurant Mangold, und Harald Furtner, Spartengeschäftsführer Tourismus und Freizeitwirtschaft.
Tourismus
12.09.2019

In Vorarlberg hat die Wirtschaftskammer eine Strategie zur Verbesserung der Arbeitgebermarke im Tourismus entwickelt. Sie baut auf fünf Säulen auf.

Werbung