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Après-Ski gibt es in Ischgl ab 20 Uhr nur mehr mit Straßenschuhen oder barfuß.

Skischuhverbot in Ischgl

30.11.2016

Der Tiroler Partyskiort verbietet das abendliche Tragen von Skischuhen. Bei 25 bis 2.000 Euro Strafe 

Die Wintersportdestination Ischgl bedeutet für viele: Party und Après-Ski. Zum Saisonstart und -ende heizen dort Pop- und Rockkapazunder wie Nickelback, Muse oder Robbie Williams ein. Das lockte tausende vergnügungssüchtige Touristen aus ganz Europa in das Westtiroler Dorf. Offensichtlich wurden die Nebengeräusche des Partytreibens den Einwohnern und Politikern zu viel. Ab nun ist das Tragen von Skischuhen ab 20 Uhr verboten. Eine diesbezügliche ortspolizeiliche Verordnung wurde vom Gemeinderat in einer Sitzung mit elf Ja-Stimmen und einer Enthaltung beschlossen. Bei Zuwiderhandlung werden 25 Euro eingehoben. Der Strafrahmen reicht sogar bis zu 2.000 Euro. 

Störung der Nachtruhe

„Es ist gefährlich, wenn Leute mit ihrer Skiausrüstung nachts durch das Dorf marschieren. Es kommt immer wieder zu gefährlichen Situationen und Unfällen. Zudem machen Skischuhe auf dem Asphalt und Pflastersteinen einen enormen Lärm und stören die Nachtruhe. Dies haben Messungen nachgewiesen“, erklärt Bürgermeister Werner Kurz den ungewöhnlichen Schritt. Dass das Verbot nicht bloß eine leere Ankündigung ist, belegt die Tatsache, dass die Gemeinde den privaten Sicherheitsdienst kräftig aufgestockt hat. Die Reaktionen auf der Facebook-Seite von Ischgl auf das Skischuhverbot waren – von zustimmend bis hämisch ablehnend – durchaus gemischt. Von anderen Tourismusorten kommen derweil eher süffisante Töne. In den „Salzburger Nachrichten“ stellt sich Roland Kindl, Tourismusobmann in Obertauern, eine eher praktische Frage: „Es werde sicher nicht einfach, 20 betrunkenen Skifahrern nach zehn Bier die Skischuhe auszuziehen.“

der Kommentar dazu

 

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