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Skitourismus: Was der Ausfall bedeutet

02.12.2020

Ohne die ausländischen Gäste ist eine Skisaison fast nicht vorstellbar. 

Gastronomie und Hotellerie werden bis Anfang Jänner geschlossen bleiben. Lifte dürfen fahren. Es wird also über Weihnachten nur Tagestourismus in den Bergen geben. Letzten Winter (November 2019 bis April 2020) beherbergten und verwöhnten Österreichs Touristiker fast 16 Millionen Gäste. 70 Prozent davon entfielen auf den Skitourismus.  

Von den knapp 16 Millionen reisten laut Statistik Austria 11,5 Millionen aus dem Ausland an – fast 5,2 Millionen aus Deutschland und über eine Million aus den Niederlanden. Weitere 4,5 Millionen kamen aus Österreich. Somit machten mehr Deutsche Urlaub in Österreich als Inländer. Reisewarnungen und Lockdowns sorgten bereits für einen Rückgang von 24 %. Der Ausländeranteil ist besonders im Westen hoch. Der Oberlecher Hotelier Gregor Hoch spricht von lediglich 12 % österreichischen Buchungen in seinem Fünf-Sterne-Betrieb. 
Unter den ausländischen Gästen waren die Schweizer und Liechtensteiner mit knapp einer halben Million Ankünften die drittstärkste Gruppe. Knapp dahinter rangierten 430.000 Tschechen, 410.000 Briten und 330.000 Italiener. Ebenfalls zu den Top-10-Herkunftsnationen zählten Ungarn (280.000), Belgier (250.000), Polen (230.000) und Amerikaner (210.000).
Die fallen jetzt erstmal alle aus. Ob sie im Februar und an Ostern dazu beitragen können/dürfen, die Skisaison doch noch halbwegs zu retten, muss man abwarten. Leider muss man wohl pessimistisch sein.

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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