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„So gut wie früher, nur eben heute“

14.10.2010

Lothar Eiler zitiert in seinem Wirtshaus Zur Taube nicht nur kulinarisch die eigene Historie. Die Geschichte des „Wirtshaus Zur Taube“ in Alberschwende beginnt sehr früh. Erste Erwähnungen finden sich aus dem 15. Jahrhundert.

In die Zeit der Jahrhundertwende wurde die Fassade jüngst zurückversetzt

Heute führt Lothar Eiler in dritter Generation zusammen mit seiner Partnerin Helene die Taube als traditionelles Wälder Dorfwirtshaus. In den authentischen Gaststuben speist man „so gut wie früher, nur eben heute“, wie auch das Motto dieses Gasthauses lautet. Die Taube bietet als Wirtshaus einfache, einheimische Küche mit einer besonderen Note. „Dabei geht es uns um die gute bürgerliche Küche. Wir konzentrieren uns auf unsere einheimischen Ländleprodukte sowie die österreichische Küche im Allgemeinen. Dabei behalten wir die Wünsche unserer Gäste im Auge und pflegen das Wort Tradition, natürlich nicht nur in der Küche“, erklärt Eiler. Eine Aussage, die wörtlich zu nehmen ist. So wurde erst kürzlich die Renovierung der Außenfassade des Hauses abgeschlossen und optisch an den Beginn des 20. Jahrhunderts zurückversetzt.

Käse für Kenner
Seit 2008 führen Günter Michel und Thomas Pfeiffer das Team in der Tauben-Küche. Besonders wichtig ist immer die Qualität der Zutaten. Und hier ist die Liste der auf der Karte namentlich angeführten Lieferanten lang. Beinahe alles kommt aus dem Bregenzer Wald und vieles von Produzenten oder Züchtern aus der unmittelbaren Umgebung, wie die „Kräuter und Blumen aus den Gärten unserer Nachbarn und Mitarbeiter“. Auch die Auswahl an Produkten der Genuss Regionen kann sich sehen lassen: Ländle Apfel, Ländle Alpschwein, Ländle Kalb und vor allem die Käsespezialitäten von Montafoner Sura Kees, Großwalsertaler Bergkäse oder Bregenzerwälder Alpkäse. Denn schließlich ist die Taube auch Mitglied bei den Käsewirten der Käsestraße Bregenzer Wald, was eine breite Auswahl regionaler Käsesorten bester Qualität von Kuh, Schaf und Ziege gewährleistet. Wobei ein Teil seines Alpkäses von den eigenen Eiler Kühen auf dem Vorsäß Argen in Au kommt.

Diese Regionalität der Zutaten erfährt auch der Gast. Unter anderem durch ein Einlegeblatt in der Speisekarte, auf dem die jeweiligen Produzenten und deren verwendete Produkte aufgelistet werden, wie in der Mystery-Guest-Analyse positiv vermerkt wurde. Selbst bei den Getränken wird die Regionalität gepflegt. So bekommt der Gast in der Taube etwa einen „Ländle Saft“, einen Obstsaft, den es in mehreren Varianten gibt. Oder einen „Ländle Mostler“, einen Schnitt aus süßem und vergorenem Apfelmost. Convenience? „Maximal vielleicht wenn eine sehr große Gesellschaft zu bekochen ist, aber für die normale Tageskarte werden keinerlei Convenience-Produkte verwendet“, lautet Eilers unmissverständliche Antwort.

Verantwortung für die Region
Dass er sich als „Genuss Wirt des Jahres“ beworben hat, begründet Lothar Eiler mit einer Verantwortung den Genuss Regionen und den regionalen Produzenten gegenüber: „Unsere Kundschaft kommt ja auch aus der Region. Da gehört es zum Anstand dazu, auch die regionalen Partner zu unterstützen. Denn wenn man denen ein Partner ist, entwickeln sich diese auch weiter. Es ist also ein Geben und Nehmen, eine Win-win-Situation für alle Beteiligten“, erklärt Eiler. Außerdem sei es „trendig“, mit regionalen Produkten zu kochen. Die Gäste wüssten das sehr zu schätzen.

CKS

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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