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In Sölden entsteht Hightech-Seilbahn

22.04.2010

Österreichs nächtigungsstärkste Gemeinde investiert 38 Mio. Euro in neue Seilbahntechnik. Am Gaislachkogl im Skigebiet von Sölden entstehen zwei neue Seilbahnen, die laut Bergbahnen-Chef Jakob Falkner und TVB-Geschäftsführer Oliver Schwarz in mehrerlei Hinsicht Superlative schaffen.

Jakob Falkner, Chef der Söldener Bergbahnen, und Oliver Schwarz, Geschäftsführer Ötztal Tourismus

Damit die beiden Hightech-Seilbahnen auf den 3.058 m hohen Gaislachkogl rechtzeitig zum Saisonbeginn 2010/2011 ihren Betrieb aufnehmen können, wurden bereits im Herbst 2009 die Bauarbeiten begonnen, die nun im April 2010 fortgesetzt werden. Besonders auffällig ist die extravagante Architektur der drei Stationen. Elegant geschwungene Stahlskelette, die von einer transparenten, reißfesten Kunststofffolie umgeben sind, verschaffen ungewöhnlichen Durchblick auf die Struktur und auf das aufwendig konstruierte Innenleben.

Von der futuristisch gestalteten Talstation auf 1.363 m Höhe fährt man in nur 6,7 Minuten zur Mittelstation auf 2.174 m Höhe und gleitet mit der achtsitzigen Gondel in das halbrunde durchsichtige Gebäude, wechselt auf die 3S-Bahn, deren Gondeln mit Platz für 30 Personen nach 5,5 Minuten die Bergstation auf 3.040 m erreichen. Besonders eindrucksvoll ist die Fahrt mit der 3S-Bahn.

3S steht für die 3-Seil-Technik, bei der zwei Tragseile und ein Zugseil zum Einsatz kommen. Die 3S-Bahn ruht auf drei riesigen Stützen mit Abständen bis zu 1.200 m. Bei der Fahrt in einer der 19 Gondeln hat man das Gefühl, über den Gipfeln der Ötztaler Alpen zu schweben.

Dank modernster Seilbahntechnik von Doppelmayr werden die Transportkapazitäten drastisch erhöht: 3.600 Personen pro Stunde in der ersten – das ist laut Ötztaler Bergbahnen Weltrekord bei Einseilumlaufbahnen – und 2.600 Personen pro Stunde in der zweiten Sektion lassen Wartezeiten vergessen. Mit dem kompletten Neubau der drei Stationen und der beiden Seilbahnen nützen die Bergbahnen die Gelegenheit, zahlreiche eindrucksvolle Komfortinnovationen einzubauen.

Der Weg zur Gondel wird am Gaislachkogl so bequem wie nie zuvor. Das beginnt bereits bei der Talstation. Hier erreicht man den Einstieg in die Gondeln über seitlich verlaufende Rolltreppen oder einen Lift. Wer an der Mittelstation auf die Piste will, fährt ganz entspannt auf einer leicht abschüssigen Rampe los. Vorher sollte man sich jedoch die Zeit nehmen, das 190 m² große Panoramafenster im Stationsgebäude mit grandiosem Blick auf die Stubaier Alpen zu erleben. Zur zweiten Sektion kommt man auf derselben Ebene und spart sich umständliche Treppen. Wer dann oben in die futuristisch anmutende Bergstation schwebt, kommt mit wenigen Schritten direkt zum Bergrestaurant „TreMilla" und zu den Big-3-Aussichtsplattformen.

BE

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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