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Solarboom in Hotel- und Gastgewerbe

07.07.2006

Das Interesse an Solaranlagen bei Tourismusbetrieben ist so hoch wie noch nie zuvor. Der Bund gewährt 30 Prozent Investitionskostenzuschuss, drei Bundesländern zahlen bis zu 15 Prozent dazu. Das stärkste Marktwachstum aller Bundesländer weist Tirol auf.

Der Energieverbrauch für Warmwasser und Heizung ist in Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben außerordentlich hoch. Das macht den Energieträger Sonne für Tourismusbetriebe besonders interessant. Im Rahmen der Initiative "Ja zu Solar!" von Energie Tirol fand von 20. bis 22. Juni 2006 in Seefeld, Serfaus und Kirchberg eine Veranstaltungsreihe zu "Sonnenenergie für Tourismusbetriebe" statt. "Über 140 Besitzer von Gaststätten, Beherbergungsbetrieben und Schutzhütten informierten sich über Technik und Wirtschaftlichkeit von thermischen Solaranlagen, das Interesse war so groß wie noch nie", berichtet Fritz Brandstetter, Referent und Leiter des Schwerpunkts Tourismusbetriebe im klima:aktiv Programm solarwärme. Anhand vorbildlicher Anlagenbeispiele aus Tirol wurden auch Tipps und praktische Hinweise zur Planung und Umsetzung von Solaranlagen gegeben.

Die Errichtung von Solaranlagen in Tourismusbetrieben wird im Rahmen der betrieblichen Umweltförderung des Bundes mit bis zu 30 Prozent nicht rückzahlbarem Zuschuss gefördert. Die Bundesländer Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol gewähren eine zusätzliche Landesförderung. Einen kompakten Überblick über alle Solarförderungen für Tourismusbetriebe gibt es im Internet unter www.solarwaerme.at/Hotels-Pensionen/Foerderungen. In den letzten zehn Jahren wurden mehr als tausend Solaranlagen im heimischen Hotel- und Gastgewerbe errichtet, Tendenz stark steigend.

In Zeiten steigender Energiepreise nehmen auch der Leidensdruck und die Bereitschaft bei Betrieben zu, Maßnahmen zur Verringerung der Energiekosten zu setzen. Bei Hotels und Pensionen ist dies am stärksten in Tirol zu beobachten. Im Jahr 2005 gab es durch die günstigen Förderbedingungen einen regelrechten Antragsboom und es wird inoffiziell von Vervielfachung des Marktes im Vergleich zum Vorjahr gesprochen. Damit wäre Tirol das zweite Jahr hintereinander das Bundesland mit dem stärksten Wachstum bei thermischen Solaranlagen in Österreich.

Mehr Informationen zu Solaranlagen für Hotel- und Gastgewerbebetriebe bietet die die Homepage www.solarwaerme.at/Hotels-Pensionen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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