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Österreichs Weinbau soll bei der EM in seiner Fülle und Jahrgangstiefe vermittelt werden.

Sommeliers-EM kommt nach Wien

31.01.2017

Sommeliers aus 60 Ländern küren im Mai den Besten ihrer Zunft bei der EM in Wien. Im Gespräch mit der ÖGZ verspricht Präsidentin Annemarie Foidl „keine Show, sondern etwas Bleibendes“ 

Den Weg aus dem verschneiten  St. Johann, wo die Präsidentin der Sommelierunion Austria die „Angerer Alm“ führt, nach Wien-Hietzing kennt Annemarie Foidl mittlerweile zur Genüge. Denn im „Parkhotel Schönbrunn“ wird ein Großteil des Wettbewerbs von 8. bis 13. Mai stattfinden. Zwischen Zimmerbuchungen, Sitzungen mit dem internationalen Dachverband A.S.I. und Event-Präsentationen mit ÖWM-Chef Willi Klinger gab  Foidl einen Ausblick auf die 14. Sommelier-EM. „Wir sind ja nicht nur für die Kulinarik bekannt, sondern auch dafür, wie sie präsentiert wird“, sieht die Tirolerin in dem Event einen Schaufenster-Effekt für die gesamte Branche. 

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Restaurant-Empfehlungslisten werden für die freien Abende der 350 Besucher selbstverständlich aufgelegt, das abschließende Dinner gestalten die „Jeunes Restaurateurs“ wie Hubert Wallner, Richard Rauch oder Thomas Göls. „Auch die Wettbewerbspausen des per Livestream weltweit übertragenen Finales werden für Image-Filme über die Austro-Gastronomie verwendet“, verrät Annemarie Foidl ein werbewirksames Detail.

Beim Einzug sollen möglichst viele Teilnehmer auch vom Botschafter ihres Landes begleitet werden, hofft man auf olympisches Flair. Tatsächlich wird es mehr als der Vergleichskampf der besten europäischen Sommeliers sein. Denn neben drei afrikanischen Teilnehmerländern (Marokko, Mauritius, Südafrika) wurden auch bewusst weitere Topsommeliers als Beobachter eingeladen. 

„Wir wollen in dieser Zeit der Nabel der Weinwelt sein und das österreichische Niveau herzeigen.“ Apropos Österreich: Die heimische Sommellerie wird der wettkampferfahrene Suvad „Suwi“ Zlatic aus Geigers Posthotel vertreten. Die rund „350 Leute, die für gutes Essen und Trinken leben“ (© Foidl) werden aber nicht nur die Gastronomie der Hauptstadt beleben. Workshops sind in der Wachau ebenso geplant wie in Klosterneuburg, Eisenstadt und dem Stift Göttweig. Immer dabei wird auch die „Pop-up-Vinothek“ sein, die jeden Tag heimische Weine nach einem neuen Ordnungsprinzip kombiniert. „Ein Dreier-Flight genügt nicht“, Österreichs Weinbau soll in seiner Fülle und Jahrgangstiefe vermittelt werden, so der Wunsch der Chef-Organisatorin. 

Spontane thematische Verkostungen sollen den Fachleuten die heimischen Weine wie eine „VieVinum auf Highspeed“ näherbringen, zieht die Präsidentin eine Parallele zur alle zwei Jahre stattfindenden Wiener Fachmesse. Als spezielles Tourismusangebot ist weiters für 2018 unter dem Motto „One year after“ eine Art Klassentreffen der teilnehmenden Sommeliers bereits eingeplant. Auch wenn Europas bester Sommelier erst im Mai feststehen wird, gibt es damit schon einen klaren Sieger, so Foidl: „den österreichischen Wein“

sommelierunion.at/em2017

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