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Sommer 2005: Österreicher wählen Urlaubsziel mit Bedacht

30.05.2005

Die Österreicher haben gegenüber den Vorjahren weniger Sommerurlaube geplant, dafür geben jene, die urlauben mehr Geld aus: So möchten 54 Prozent der Österreicher auf Urlaub fahren und für knapp ein Viertel ist das Urlaubsbudget höher als im Jahr 2004. Bei 58% der Österreicher ist die Urlaubskassa mit dem selben Betrag wie 2004 gefüllt - so das Ergebnis einer im April 2005 durchgeführten Studie im Auftrag der Notfall- und Serviceorganisation Europ Assistance.

3.502 Personen über 18 Jahre wurden in Österreich,
Deutschland, England, Frankreich, Belgien, Italien und Spanien über
ihre Urlaubspläne und -gewohnheiten befragt.

"Sicherheit im Urlaubsland ist für die Österreicher mehr denn je ein
Auswahlkriterium für das Reiseziel", weiß Jean-Francois Diet,
Geschäftsführer der Europ Assistance in Österreich.
Das fängt schon bei der Vorbereitung an. So gehört Österreich (74%)
neben Deutschland (76%) und Belgien (76%) zu jenen Nationen, in denen
der Urlaub zeitgerecht geplant wird. Nur 24 Prozent der Österreich
sind Last-Minute-Bucher - im Gegensatz zu den Spaniern (40%) und den
Italienern (36%).

Laut Europ Assistance-Studie sind die Österreicher bei der Auswahl
des Urlaubslandes besonders vorsichtig: Die Möglichkeit eines
Terroranschlages (52%), Gesundheitsrisiken (52%) das Risiko sozialer
Unruhen (42%) oder das Risiko einer Naturkatastrophe (37%) spielen
eine große Rolle. Der europäische Durchschnitt liegt hier deutlich
darunter (Terroranschlag 40%, Gesundheitsrisiko 43%, soziale Unruhen
27%, Naturkatastrophen 28%).

Durch die bedächtige Auswahl des Urlaubsortes machen sich die
Österreich dann weniger Gedanken, dass die Urlaubsfreude getrübt
werden könnte. So sorgen sich zwar immerhin noch 31 Prozent der
befragten Österreich, dass sie von einem Terroranschlag betroffen
sein könnten. Die Spanier sind allerdings mit 47 Prozent hier
deutlich besorgter. Auch Naturkatastrophen fürchten die Spanier in
ihrem Urlaubsland mit 48 Prozent deutlich mehr als die Österreicher
(29%).

"Diese Sorglosigkeit der Österreicher schlägt sich jedoch leider in
der fehlenden Absicherung durch eine Versicherung nieder", stellt
Jean-Francois Diet fest. Während sich noch 50% gegen den Verlust des
Gepäcks versichert haben, sind nur sieben Prozent im Falle eines
Terroranschlages oder einer Naturkatastrophe (8%) abgesichert. Die
Franzosen sind hier deutlich mehr auf ihre Vorsorge bedacht: 48
Prozent sind im Fall von Naturkatastrophen und 26 Prozent sind im
Fall eines Terroranschlages versichert.

Obwohl die Fernreise-Pläne bei den Österreichern im Vergleich zum
Vorjahr von 8% auf 14 % wieder eindeutig gestiegen sind, boomt der
Urlaub in Europa. 69% der Österreicher möchten ihren Sommerurlaub in
einem europäischen Land verbringen. Nur 28% hält es in Österreich
selbst - im Gegensatz zu 2004, wo noch 45% der Befragten angaben, im
eigenen Land urlauben zu wollen. Das liegt wohl auch daran, dass
Urlaub am Meer wieder sehr attraktiv ist. 71% der Österreicher zieht
es an den Strand, dagegen nur 26% aufs Land und 19% in die Berge.
Auch der Städtetourismus ist mit 12% nicht der Renner bei den
Österreichern, wenn es um den Sommerurlaub geht.

Europaweit nehmen 42% der Befragten den Urlaub in einem Block, 19%
verteilen ihn über den Sommer. Ähnlich sieht die Aufteilung in
Österreich aus: Nur 13% der Befragten haben die Absicht, öfter als
einmal auf Urlaub zu gehen. Die Mehrheit der Österreicher urlaubt
eine Woche (44%) beziehungsweise zwei Wochen (42%). Der europäische
Durchschnitt liegt hier eindeutig bei zwei Wochen mit 42% - nur 13%
gönnen sich drei Wochen oder noch mehr (11%) Urlaub.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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