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Alle Unterkünfte, ausgenommen der Privatquartiere, profitierten von den guten Sommerergebnissen

Sommer-Hoch trotz September-Tief

28.10.2013

Wien. Die Sommer-Zwischenbilanz (Mai bis September 2013) ist grundsätzlich erfreulich. Bei den Nächtigungen gab es gegenüber dem Vorjahr ein Plus von ein Prozent, bei den Ankünften sogar ein Rekordergebnis. Und das, obwohl der September wenig Grund zur Freude gab. Bis auf die Steiermark verzeichneten alle Bundesländer ein Minus.

Nach dem vorläufigen Ergebnis der Statistik Austria kann sich Österreich über eine erfolgreiche Sommer-Zwischenbilanz freuen. Die Nächtigungen (59,67 Millionen) legten gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent zu, bei den Ankünften (17,51 Millionen) gab es mit einem Plus von 2,2 Prozent sogar einen neuen Rekordwert. Vor allem die wichtigen ausländischen Herkunftsmärkte wie Deutschland (+ 1%), das Vereinigte Königreich (+ 9,4 %) und Belgien (+ 1,1 %) entwickelten sich positiv. Aber auch die USA (+ 6,4 %), Polen (+ 7,3 %) und Russland (+ 9,5 %) verzeichneten Zuwächse. Das gute Sommerergebnis wirkt sich natürlich positiv auf das bisherige Kalenderergebnis (Jänner bis September) aus, das mit 110,87 Millionen Übernachtungen um 0,7 Prozent besser ist als das Vorjahr. Vom Höchstwert im Jahr 1992 (mit 114,87 Mio. Nächtigungen) ist man trotzdem noch weit entfernt.  

Tourismus weiter krisenfest
Tourismusminister Reinhold Mitterlehner ist verständlicher Weise wieder zufrieden mit dem Ergebnis und erfreut über die Krisenfestigkeit der Tourismusbranche trotz einer weltweit unsicheren Wirtschaftslage. Besonderes Augenmerk legte er auf die laufenden Innovationen und den erfolgreichen Qualitätstourismus der Betriebe. Auch Spartenobmann Hans Schenner betont das hohe Niveau des Tourismus, mahnt aber weiteres Wachstum für einen nachhaltigen Erfolg ein. Deshalb fordert er die Politik auf, die richtigen Ziele und Maßnahmen für ein gutes Wirtschaftsprogramm bis 2018 fest zu schreiben, wie keine neue Steuern, zielgerichtetes Marketing und Internationalisierung des Tourismus.

Super-Gau im Burgenland
Einzig und alleine das September-Ergebnis bringt Unruhe in die Branche. Gegenüber dem September des Vorjahres sind die Nächtigungen insgesamt um 1,9 Prozent rückläufig. Bis auf die Steiermark, die als einziges Bundesland auch im Monat September im Plus ist, hat es alle Bundesländer erwischt. Ganz besonders das Burgenland, das sogar bei den Ankünften einen Rückgang von 11,1 Prozent verkraften muss. Die ÖHV fordert daher einen Reformkurs. Bert Jandl, Vizepräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung und Vorzeigehotelier mit der Vila Vita Pannonia in Pamhagen, will eine straffere Organisation. Er prangert an, dass es im Burgenland zwei Destinationen, sechs Regionaltourismusverbände und 124 Ortsverbände gibt. Er möchte, dass der Marktauftritt gebündelt und dann ein Gang zugelegt wird.  (ar)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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