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Sommerhalbzeit mit Rekord-Ankünften

27.08.2012

Wien. Nach den vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria erhöhten sich die Gästeankünfte für die erst Hälfte der Sommersaison 2012 (Mai bis Juni) um 3 Prozent auf 9,49 Millionen, womit das beste jemals erhobene Ergebnis erreicht wurde. Auch die Nächtigungen folgten mit 15,12 Millionen und einem Plus von 1,5 Prozent dem Aufwärtstrend. Einziger Wermutstropfen: Die Inlandsnächtigungen gingen um 0,3 Prozent zurück.

Für die erste Hälfte der heurigen Sommersaison (Mai bis Juli) wurden der Statistik Austria 31,19 Millionen Nächtigungen gemeldet. Das entspricht einer Zunahme von 2,5 Prozent gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres. Im Gegensatz zu den inländischen Gästenächtigungen (-0,3 % auf 10,0 Mio.) entwickelten sich jene von ausländischen Gästen mit +3,9 Prozent auf 21,19 Mio. positiv. Insgesamt konnte damit das beste Nächtigungsergebnis für die erste Sommerhälfte seit dem Jahr 1995 (32,33 Mio.) erzielt werden. Die Zahl der Ankünfte stieg im gleichen Zeitraum um 3,0 Prozent auf 9,49 Mio., womit das beste jemals erhobene Ergebnis erreicht wurde. Die Zahl der inländischen Gäste konnte dabei um 1,1 Prozent auf 3,36 Mio., jene der ausländische Gäste um 4,0 Prozent auf 6,13 Mio. zulegen.

Neuer Nächtigungsrekord für 2012
Für das bisherige Kalenderjahr 2012 (Jänner bis Juli) liegen damit rund 82,15 Mio. Übernachtungen vor, das sind um 3,9 Prozent mehr als im selben Vorjahreszeitraum - wobei seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen für diesen Zeitraum noch nie so viele Übernachtungen registriert wurden. Zunahmen bei Ankünften und Nächtigungen wurden dabei sowohl von inländischen (+3,3 % bei den Ankünften und +1,6 % bei den Übernachtungen) als auch bei ausländischen Gästen (+4,5 % bei den Ankünften und +4,7 % bei den Übernachtungen) erzielt.

Deutsche und Niederländer halten die Treue
Für WKO-Obmann Hans Schenner verläuft damit die Sommersaison im großen und ganzen positiv. "Der zum Teil verregnete Juli ging Gott sei Dank nicht ganz den Bach runter", so Schenner. "Unsere stärksten Herkunftsmärkte Deutschland und Niederlande haben gehalten, wir bedanken uns bei unseren nördlichen Nachbarn für ihre Treue!" Aus beiden Nationen wurde jeweils ein Zuwachs von 161.000 Gästenächtigungen verzeichnet, bei den deutschen Gästen ergibt das mit 5,38 Mio. Übernachtungen ein Plus von 3,1 Prozent gegenüber Juli 2011, bei den Gästen aus den Niederlanden mit 1,45 Mio. Übernachtungen ein Plus von 12,5 Prozent. Doch die hohen Energiepreise drücken auf das Betriebsergebnis. "Angesichts "Angesichts hoher Fixkosten sind Zuwächse bei Nächtigungen und Umsatz immer relativ", so Schenner.

Basis für eine erfolgreiche Sommersaison
Für Tourismusminister Reinhold Mitterlehner sind die Zuwächse ein wichtiger Grundstein für ein erfolgreiches Tourismusjahr: "Die neuen Rekorde im Tourismus sind eine wichtige Stütze der durch die Finanzkrise beeinträchtigten Konjunktur. Damit sich die positive Entwicklung fortsetzt, unterstützen wir die Tourismusbranche laufend mit Förderungen in die Infrastruktur und in neue Angebote. " "Mit der Tourismusstrategie fokussieren wir seit drei Jahren stärker auf die Kernangebote, die Österreich bietet, für den Sommer zum Beispiel auf Donau & Seen und als wetterunabhängige Angebote Städte & Kultur. Das macht sich jetzt bezahlt", so Mitterlehner abschließend.

Plus hinkt dem Bettenwachstum hinterher
Nicht ganz so positiv sieht es Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), für den die magere Zunahme bei den Nächtigungen kein Grund zur Freude ist. "Eine Steigerung um 2,5 Prozent reicht nicht aus, um das gestiegene Bettenvolumen zu füllen. Verschärft wird die Situation dadurch, dass sich die Zunahme auf die Städte konzentrierte, die im ersten Halbjahr ein Nächtigungsplus  von 8,3 Prozent verzeichneten. Die Nachfrage hinkt dem Angebot hinterher. Wirtschaftlich zu arbeiten ist angesichts des momentanen Preisniveaus kaum möglich“, erklärt Schellhorn. 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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