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Sommerurlaub im Zeichen der Krise

13.05.2009

Die gute Nachricht: laut der aktuellen TraviAustria-Studie lassen sich 59 Prozent der Österreich von der Finanzkrise nicht von ihrem Sommerurlaub abhalten. Aber bei 20 Prozent der Befragten wird der Urlaub heuer günstiger ausfallen.

Laut der TraviAustria-Studie, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut "Karmasin Motivforschung" planen 59 Prozent der Österreicher heuer einen Sommerurlaub, 22 Prozent im Inland und 44 Prozent im Ausland. Dabei werden Individualreisen gegenüber Pauschalreisen bevorzugt.
Befragt wurden insgesamt 800 Österreicher: 500 davon in einer allgemeinen, repräsentativen Vorbefragung, ob sie in den nächsten sechs Monaten verreisen wollen. In 300 Einzelinterviews (Personen, die in den nächsten sechs Monaten eine Auslandsreise planen) wurden zusätzlich Details wie Urlaubsziel, Pauschal- bzw. Individualreise, Buchungsverhalten etc. abgefragt.

Zögerliches Buchungsverhalten

Die Finanzkrise macht auch vor der Sommer-Urlaubsplanung 2009 nicht halt. So geben 20 Prozent der Befragten an, dass sie heuer einen weniger aufwendigen bzw. günstigeren Urlaub planen, zehn Prozent verzichten sogar ganz auf ihren Urlaub. Fast jede vierte Familie trifft aufgrund der momentanen Situation Urlaubseinsparungen. Jeder fünfte, der diesen Sommer eine Auslandsreise plant, möchte weniger Geld als bisher dafür ausgeben. Bei den Familien ist der Spargedanke noch ausgeprägter: jede 4. Familie plant eine Kostenreduktion beim Sommerurlaub.

Die Hälfte der Befragten, die diesen Sommer eine Auslandsreise planen, haben noch nicht gebucht. "Das ist einerseits ein Risiko, gleichzeitig aber eine enorme Chance: Die Menschen wollen auf Urlaub fahren, müssen aber noch mit attraktiven Angeboten überzeugt werden", erklären TraviAustria Geschäftsführer Bernhard Wegscheider und Verkaufs- und Marketingleiter Alexander Klaus.

Individualreisen vor Pauschalreisen

Auslands-Pauschalreisen bleiben in ihrer Attraktivität gegenüber 2008 gleich. Die Entscheidung für eine Pauschalreise wird in erster Linie aus Kosten- und Sicherheitsgründen getroffen, der Frühbucherbonus spielt für 41 Prozent dabei ein Rolle. Bezüglich der Preise erwarten sich 45 Prozent keine Preisveränderung, 32 Prozent erhoffen sich aufgrund der Wirtschaftskrise günstigere Preise. Obwohl die Nachfrage bei Pauschalreisen gleich geblieben ist, gibt jedoch die Mehrheit (56 Prozent) der Befragten, die eine Auslandsreise planen, an, 2009 eine Individualreise zu planen oder bereits gebucht zu haben.

Die Hälfte der Befragten haben sowohl vergangenes Jahr als auch dieses Jahr ihren Auslandsurlaub im Reisebüro gebucht. Vor allem Fern- und Rundreisen sowie der klassische Badeurlaub werden im Reisebüro gebucht. "Das Reisebüro bedeutet gerade in Zeiten der Finanzkrise vor allem Sicherheit. Besonders die persönliche Beratung und Betreuung sowie detaillierte Informations- und Leistungsgarantie wird an Reisebüros geschätzt", so Sophie Karmasin, Geschäftsführerin Karmasin Motivfoschung. Onlinebuchungen und direkte Buchungen spielen heuer vor allem bei Kurz- und Sporturlauben eine größere Rolle.

Italien wie immer "Nummero Uno"

Trotz deutlichem Rückgang zum Vorjahr bleibt Italien das beliebteste Urlaubsziel der Österreicher. Haben 2008 noch 36 Prozent der Befragten einen Urlaub in Italien gebucht, planen diesen heuer nur 29 Prozent. An zweiter Stelle liegt Kroatien dicht gefolgt von Griechenland, Fernreisen (China, Indischer Ozean, Afrika etc.), Türkei und Spanien. Bezüglich der Urlaubsform hat sich gegenüber 2008 nichts verändert. Der klassische Badeurlaub liegt bei Auslandreisen weiterhin mit 53 Prozent an erster Stelle. Platz zwei geht an Städtereisen (30 Prozent) gefolgt von Rundreisen (19 Prozent), Abenteuerurlauben (9 Prozent) und Wellnessaufenthalten (5 Prozent).

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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