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Spaetrot Gebeshuber: Vom ursprünglichen Zierfandler

06.09.2006

Der Zierfandler, aus kultureller wie auch aus ampelographischer Sicht eine der wenigen echt österreichischen Rebsorten, wird derzeit auf seine ursprünglichen Werte zurückselektioniert

Gumpoldskirchen, 4. September 2006: „Wir stellten fest, dass der Zierfandler nicht mehr ganz den alten Beschreibungen der Rebsorte entspricht. Das Geschmacksbild dürfte früher noch aromatischer gewesen sein, die Beeren waren einst kleiner, die Beerenhäute dicker und dadurch war der Zierfandler auch weniger krankheitsanfällig. Auch andere Winzer aus der Region machten diese Beobachtung und so haben wir vor vier Jahren begonnen, in sehr alten Weingärten die Rebstöcke genau zu beobachten und einzelne Stöcke mit den Eigenschaften zu markieren, die dem ursprünglichen Ausdruck des Zierfandlers nahe stehen“, umreißt Johannes Gebeshuber den Beginn dieser Aktion.

Spaetrot Gebeshuber sowie einige weitere Weingüter der Thermenregion, die über ausreichend altes Rebmaterial verfügten, fanden nun - unterstützt von der Landwirtschaftskammer und dem Bundesamt für Weinbau - nach zweijähriger Beobachtung Stöcke mit den gesuchten Eigenschaften. Nach einer Überprüfung auf Erkrankungen wurden Edelreiser von den besten Stöcken genommen. Dieses positiv selektionierte Rebmaterial wurde direkt nach dem Vortrieb weiterkultiviert, um noch im Jahr der Veredelung wieder im Weingarten ausgepflanzt zu werden.

Das Weingut Spaetrot Gebeshuber setzte mehr als die Hälfte der 1.400 Rebpflanzen in einer klassischen Gumpoldskirchner Lage, weiters pflanzten auch die Winzer Stadlmann und Reinisch die jungen Weinreben. Auch im Jahr 2006 sollen wieder von den gleichen alten Stöcken Edelreiser gewonnen werden, um die Beobachtungen der einzelnen Herkünfte auf eine möglichst breite Basis zu stellen.

Bereits heuer zeigen sich die ersten Eigenschaften der jungen Zierfandler–Rebstöcke, sie werden aber noch lange einzeln gelesen und ihre Eigenschaften genau untersucht. „Die Besten dieser selektierten alten Klone werden dann die Basis für unsere Neuauspflanzungen“, meint Johannes Gebeshuber. „So können wir die Zukunft dieser großen Rebsorte mit ihren ursprünglichen Werten sicherstellen.“

Johanna und Johannes Gebeshuber stehen für naturnahe, intensive Bearbeitung der Weingärten und große Sorgfalt bei der Weinbereitung. Bei der Selektion wird größtes Augenmerk auf gesunde, reife Trauben gelegt, die Weinlese wird nur von Hand durchgeführt und mit den selektionierten Trauben wird schonend hantiert.
www.spaetrot.com

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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