Direkt zum Inhalt

Speck und Wein begeisterten Italien

05.11.2004

Manfred Flieser brachte Speck und Wein aus Österreich zum Salone del Gusto nach Turin. Das Publikum war restlos begeistert.

Eulen nach Athen tragen“, so könnte man das Unterfangen auch bezeichnen. Welcher Italiener interessiert sich schon für österreichische Weine oder heimischen Speck? Produziert Italien doch selbst jede Menge hervorragende Prosciutti und Weine.
Weil die Besucher des Salone del Gusto gemeinhin jedoch aufgeschlossene und neugierige Menschen sind, wurde bereitwillig gekostet.
Das Ergebnis war wirklich beeindruckend. Während der fünf Messetage konnten die Besucher in der Enotheka neben italienischen und einigen internationalen Weinen auch über hundert Weine aus Österreich verkosten.

„Wir haben bei der Auswahl der Weine darauf geachtet, dass es sich erstens um gebietstypische Weine handelt, und zweitens, dass alle Weine auch ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis haben“, erklärt Manfred Flieser seine Auswahlkriterien.
Manfred Flieser engagiert sich seit vielen Jahren bei Slow Food und leitet das sehr aktive Slow Food Convivium Styria.

Heimischer Speck für Italien
Erstmals hat Flieser am Salone auch ein eigenes Geschmackserlebnis mit „Speck aus Österreich“ organisiert, das bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Das begeisterte Publikum verkostete einen steirischen Kräuterspeck und Paprikaspeck sowie ein Verhackert’s (alles von der Familie Raggam, Siebing), einen niederösterreichischen Kellerspeck (Fleischerei Hofmann, Hollabrunn), einen Lungauer Speck (Freihof, Familie Wind, Mörtelsdorf), einen Gailtaler Speck (Landfleischerei Salcher, Kötschach-Mauthen), einen Wildschweinspeck (Fleischerei Kollar-Göbl, Deutschlandsberg) und einen Wildschwein-Schinkenspeck (Wild-vom-Jäger, Griemann, Neusiedl).

Dazu wurde ein Welschriesling (Rupp, Berghausen), ein Grüner Veltliner DAC (Weinwurm, Dobermanndorf) und ein Schilcher „Lestoa“ (Strohmeier, Lestein) gereicht. Alles Weine, die für den italienischen Geschmack eher ungewöhnlich sind, aber trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb? – begeisterten.
„Es ist zwar enorm wichtig, auf einer Veranstaltung wie dem Salone del Gusto präsent zu sein. Fast noch wichtiger ist aber die tägliche Arbeit eines Conviviums, um nachhaltig den Absatz von kleinen, traditionellen Produzenten zu sichern. Dabei geht es ja nicht nur um den Geschmack, sondern auch um die Erhaltung von nachhaltigen Lebensformern“, so Manfred Flieser.

Wer sich in Österreich für Slow Food im Rahmen eines Conviviums engagieren will, kann sich unter www.slowfoodaustria.at informieren.
Kontakt: slowfood@utanet.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Andere Länder, andere Sitten gibt es beim Trinkgeld.
Gastronomie
22.10.2020

Einst verboten, heute global im Vormarsch. Eine kurze Kulturgeschichte des Trinkgeldes.

Tipps für mehr Trinkgeld kommen vom Experten: Roman Kmenta.
Gastronomie
22.10.2020

Servicekräfte können ihr Gehalt dramatisch aufbessern – auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten, in denen viele Gäste jeden Euro nicht nur sprichwörtlich umdrehen. Wie das geht, ist verblüffend ...

Die Gesichtsvisiere in der Gastronomie müssen fallen.
Gastronomie
22.10.2020

Die Gesichtsvisiere werden verboten. Sie waren in der Gastronomie beliebt. Studien zeigten aber ihre relative Unwirksamkeit gegen Ansteckungen mit dem Corona-Virus. 

Gastronomie
21.10.2020

Alle drei Monate einen neuen Koch? Was nach dem Albtraum des Personalchefs klingt, ist in Wirklichkeit ein spannendes Konzept, mit dem Hotels punkten können

Bierhiglights im Innviertel
Tourismus
21.10.2020

Oberösterreich, besonders das Inn- und Mühlviertel, gelten zu Recht als ­Österreichs Bierhochburgen – und vermarkten sich mittlerweile mit dem Thema auch touristisch

Werbung