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Sperrstunde verlängern

01.06.2011

Die Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser fordert bei einer Sperrstundenverlängerung, nicht auf ihre Mitglieder zu vergessen.

Die derzeitige Sperrzeitenverordnung geht auf das Jahr 1998 zurück, und seit damals gilt für Gasthöfe, Gasthäuser, Restaurants, Kaffeehäuser, Espressi, Eissalons und Café-Konditoreien: Sperrstunde 2 Uhr. Bars dürfen bis 4 Uhr geöffnet halten.

Es gibt Ausnahmen von der Sperrstundenregelung (=Verlängerung der Öffnungszeiten), die von der Polizei unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt werden können. Von diesen ausnahmsweisen Verlängerungen, die meistens für drei Monate erteilt werden, haben bisher rund 400 Betriebe mit den verschiedensten Betriebsarten Gebrauch gemacht. Durch eine geänderte Gesetzesauslegung wird die Polizei nach einer Übergangsfrist in Zukunft jeden Einzelfall genauestens prüfen, womit die Möglichkeit einer Verlängerung erschwert werden könnte.–

„Für diese Betriebe sind die bisher regelmäßig genehmigten Öffnungszeiten in der Nacht deren Lebensgrundlage, die man ihnen nicht entziehen darf,“ sagt FG Obmann Berndt Querfeld. Die Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser begrüßt daher die Gesprächsbereitschaft von Bürgermeister Michael Häupl in der bisherigen Sperrstundendiskussion und hofft auf konstruktive Gespräche mit der Stadt Wien. „Die Wiener Kaffeehäuser blicken auf eine lange Tradition zurück , Nachtschwärmer mit einem Kaffee und einem Imbiss zu stärken. Viele bekannte und beliebte Traditionscafés haben dafür eine Ausnahmegenehmigung“, sagt Berndt Querfeld.

Darüber hinaus weist er darauf hin, dass Wien mit seinem großen touristischen Aufkommen bei den gastronomischen Öffnungszeiten schon lange hinterher hinkt.  „Als Beispiel führt er Niederösterreich an, wo Bars, Kaffeehäuser und Café-Restaurants ohne spezielle Genehmigung bis fünf Uhr offen halten dürfen“, betont Querfeld. Der Ruf in der Öffentlichkeit nach längeren Öffnungszeiten in der Gastronomie wird lauter. So wurde auf Facebook bereits eine Fanseite mit dem Namen „Nein zur Sperrstunde in Wien“ gegründet, die aktuell 436 Fans zählt.

Daher fordert die Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser eine zeitgemäße, unbürokratische Sperrstundenregelung. „Unsere Gäste wollen in der Nacht nicht nur tanzen, sondern sie müssen in einer Großstadt wie Wien auch verpflegt werden können“, ist Berndt Querfeld überzeugt.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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