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Spezialitäten vom Grauen Steppenrind

31.05.2006

Der Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel, die Nationalpark Partnerbetriebe, Wirte aus der Region und die Renommierten Weingüter Burgenland präsentierten am 23. Mai 2006 Spezialitäten vom Grauen Steppenrind aus der Nationalparkherde.

ÖKR Paul Rittsteuer (Vorstandsvorsitzender des Nationalparks), Tiergartendirektor Dr. Helmut Pechlaner, Wirtesprecher Josef Lentsch und Nationalparkdirektor Kurt Kirchberger betonten die Wichtigkeit der regionalen Wertschöpfung und die Verpflichtung eines Nationalparks alte Haustierrassen zu erhalten und deren Zucht zu fördern.

Seit Gründung des grenzüberschreitenden Nationalparks Neusiedler See – Seewinkel 1993 ist die Wiedereinführung der Beweidung eines der wichtigsten Instrumente des Flächenmanagements. In der Bewahrungszone Sandeck-Neudegg, die direkt an die Naturzone des Nationalparks anschließt, hatte sich durch die Nichtnutzung landseitig der Schilfgürtel ausgebreitet. In diesem Gebiet südlich von Apetlon und Illmitz weidet seit 1995 das Graue Steppenrind wieder.

Das Graue Steppenrind, eine im Bestand nicht ungefährdete Haustierrasse hat im heutigen Burgenland eine lange Tradition, vor allem als Arbeitstier auf den Gutshöfen. In der Mexiko-Puszta (heute Fertöújlak, direkt auf der anderen Seite der Staatsgrenze) stand eine große Zuchtherde der Domäne Esterházy, von der aus auch andere Höfe mit Zugochsen versorgt wurden. Es sind schöne bizarre Gestalten mit ihren langen, spitzen, vielgestaltigen Hörnern. Rinder, die an die Hitze des pannonischen Sommers, geländemäßige Gegebenheiten, an Futter- und Bodenverhältnisse kurz an die Region hervorragend angepasst sind. Fast noch halbwilde Tiere mit intakten Mutterinstinkt – und trotzdem Haustiere. Alte Haustierrassen stellen ein vielfältiges Genreservoir dar. Sie sind kulturelles Erbe, das es genauso zu erhalten gilt wie Schlösser, Kirchen, Theater und ähnliches mehr. Der Landschaftserhaltungsauftrag im Nationalpark lässt hier eine optimale Kombination bei der Erfüllung beider Aufgaben zu.

Wo eine mehr als vierhundertköpfige Herde steht, stellt sich auch entsprechender Nachwuchs ein. Der Nationalpark bekennt sich klar zur artgerechten Haltung von Haustieren, wozu auch deren Nutzung für den Fleischtopf gehört. Als wichtiger Aspekt des Graurinderprojekts muß demnach auch die Fleischvermarktung betrachtet werden. Die Positionierung ist klar: Fleisch vom Grauen Steppenrind als spezielles hochwertiges Produkt der Nationalparkregion. Zielgruppen sind sowohl private Konsumenten – ob Einheimische, Ausflugsgäste oder Urlauber – aber vor allem auch die regionale Gastronomie. Einige von ihnen haben bereits Erfahrung in der gastronomischen Aufbereitung dieses seltenen Fleischangebots gesammelt und sind vor allem glücklich über die Qualität, aber auch über die Akzeptanz des etwas höheren Preises durch die Gäste.

Bei einem nur mit Heu und biologisch angebauten Getreide gefütterten Rind kommt nur streßfreie Schlachtung ohne lange Transportwege in Frage. Fast von Beginn des Projektes an ist die Fleischerei Karlo aus Pamhagen in diesem Bereich unser verläßlicher Partner.

Die Partnerbetriebe in der Nationalparkregion:
Fleischerei Karlo (Pamhagen), Restaurant Schütz (Weiden), Gasthaus Zur Dankbarkeit (Podersdorf), Gasthof Zentral (Illmitz), Bartholomäusstüberl (Illmitz), Buschenschank Gowerl-Haus (Illmitz), Gasthof Tauber (Illmitz, Wallern), Gasthaus Zum Fröhlichen Arbeiter (Apetlon), Nationalparkstüberl (Apetlon), Vila Vita Feriendorf Pannonia (Pamhagen), Heiligenkreuzerkeller (Winden), Landgasthaus Sittinger (Frauenkirchen), Illmitzer (Illmitz), Hotel Nationalpark (Illmitz)

www.nationalpark-neusiedlersee-seewinkel.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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